Sonntag - 2. September 2018
14. SONNTAG NACH TRINITATIS

Der dankbare Samariter



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.

Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 150 VII


Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!


    Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
    lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!


Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!


    Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
    lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!


Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+

[Antiphon
Alles, was Odem hat, lobe den H
ERRN

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Alles, was Odem hat, lobe den H
ERRN

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 146 V


Halleluja *
Lobe den H
ERRN, meine Seele!

    Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, *
    meinem Gott will ich spielen, solange ich bin.


Verlasst euch nicht auf Fürsten, *
auf Menschen - da ist keine Hilfe!


    Muss des Menschen Geist davon, /
    und wird er wieder zu Erde, *
    dann ist es aus mit all seinen Plänen.


Selig, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, *
der seine Hoffnung setzt
auf den H
ERRN, seinen Gott. +

Er hat Himmel und Erde geschaffen,/
das Meer und alles, was darin ist, *
Er bewahrt Treue auf ewig.


    Er schafft Unterdrückten Recht, /
    Er gibt an die Hungernden Brot, *
    der H
ERR macht Gefangene los.

Der HERR öffnet Blinden die Augen,/
der H
ERR richtet Gebeugte auf, *
der H
ERR liebt die Gerechten.

    Der HERR behütet die Fremden, /
    Er tritt ein für Waisen und Witwen, *
    aber den Weg der Frevler verwirrt Er.


Der HERR ist König auf ewig, *
dein Gott, Zion, von Geschlecht zu Geschlecht. +

Antiphon
Lobe den H
ERRN, meine Seele, und
vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Lobe den H
ERRN, meine Seele, und
vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.

VITA

Nikolaj Frederik Severin Grundtvig
Der jüngste Sohn eines Pfarrers wurde 1783 in Udby geboren. Er studierte Theologie in Kopenhagen und wirkte anschließend als Privatlehrer in Langeland. Bei seiner Ordination 1810 wandte er sich gegen den herrschenden Rationalismus. Er war Hilfspfarrer in seinem Heimatort, bekam aber - vielleicht wegen seiner streng lutherischen und biblizistischen Lehre - nicht die Pfarrstelle. 1811 verlobte er sich, heiratete aber erst sieben Jahre später. Er ging 1813 nach Kopenhagen und verkündete Weihnachten 1815 von der Kanzel, nicht mehr zu predigen. Von 1816 bis 1819 gab er eine Monatsschrift heraus, deren Schwerpunkt in Theologie, Kunst und Poesie lagen. In dieser Zeit schrieb er auch zahlreiche Werke zu den Bereichen Kirche, Staat und Schule und veröffentlichte Gedichte. Ab 1821 war er für ein Jahr Pfarrer in Præstø, danach in Kopenhagen. Eine schwere Glaubenskrise die ihn auch psychisch sehr belastete, bestimmte Grundtvig, sich vehement für eine Erneuerung der Staatskirche einzusetzen. Seine Schrift „Erwiderung der Kirche”, die er 1826 in der Auseinandersetzung mit der rationalistischen Lehre schrieb, erlebte hohe Auflagen. Seine volkstümlichen Lieder wurden im Zuge dieser Auseinandersetzungen verboten. Grundtvig legte daraufhin 1826 sein Amt nieder und wurde bis 1837 unter Zensur gestellt. In dieser Zeit unernahm er mehrere vom dänischen König finanzierte Studienreisen nach England. Er wandte sich stärker der Aufklärung zu und richtete seine pädagogischen Leitlinien zunehmend am Humanismus aus. 1839 erhielt er eine Pfarrstelle an der Kopenhagener Hospitalkirche. Diese Stelle behielt er bis an sein Lebensende. Hier führten seine lebendigen Predigten und seine Betonung der Sakramente zu einem Neuaufbruch in der Kirche. Seine Lieder wurden vor allem durch die Absolventen der von ihm 1844 gegründeten Volkshochschulen in ganz Dänemark verbreitet. Nach der Märzrevolution 1840 betätigte er sich auch politisch. Er gehörte zu den wenigen Männern in Dänemark, die die aufblühende Frauenbewegung unterstützten. Auch setzte er sich erfolgreich für die Schulfreiheit ein. Zu seinem 80. Lebensjahr wurde ihm der Bischofstitel verliehen. Er hielt bis an sein Lebensende Gottesdienste und starb am 2. September 1872 über den Vorbereitungen für die Sonntagspredigt. Die Gründung der deutschen Volkshochschulen im Jahr 1902 geht auf das Vorbild Grundtvigs zurück. Heute sind mit seinem Namen europäische Projekte und Programme im Bildungsbereich verbunden.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Lobe den Herrn, meine Seele, und
vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.


Lesung
Mt 5, 3-10
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind, die Frieden stiften;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

FRIEDENSBITTEN

Führe uns vom Tod zum Leben
    vom Irrtum zur Wahrheit
Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
    von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
    vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
    unsre Welt und das All.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott, Du ewiger Friede. Du willst Frieden schenken und hast durch Christus verkündet, dass die Friedensstifter Deine Kinder heißen. Erfülle uns mit Verlangen nach Frieden, dass Hass und Zank verschwinden und wir mit Lust nach allem trachten, was dem Frieden dient. Das bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
    Amen.

SEGEN

Gott schenke uns Frieden
    und ewiges Leben

Vesper

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