Sonntag - 5. September 2021
14. SONNTAG NACH TRINITATIS

Der dankbare Samariter



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.

Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 150 VII


Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!


    Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
    lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!


Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!


    Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
    lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!


Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+

[Antiphon
Alles, was Odem hat, lobe den H
ERRN

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Alles, was Odem hat, lobe den H
ERRN

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 146 V


Halleluja *
Lobe den H
ERRN, meine Seele!

    Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, *
    meinem Gott will ich spielen, solange ich bin.


Verlasst euch nicht auf Fürsten, *
auf Menschen - da ist keine Hilfe!


    Muss des Menschen Geist davon, /
    und wird er wieder zu Erde, *
    dann ist es aus mit all seinen Plänen.


Selig, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, *
der seine Hoffnung setzt
auf den H
ERRN, seinen Gott. +

Er hat Himmel und Erde geschaffen,/
das Meer und alles, was darin ist, *
Er bewahrt Treue auf ewig.


    Er schafft Unterdrückten Recht, /
    Er gibt an die Hungernden Brot, *
    der H
ERR macht Gefangene los.

Der HERR öffnet Blinden die Augen,/
der H
ERR richtet Gebeugte auf, *
der H
ERR liebt die Gerechten.

    Der HERR behütet die Fremden, /
    Er tritt ein für Waisen und Witwen, *
    aber den Weg der Frevler verwirrt Er.


Der HERR ist König auf ewig, *
dein Gott, Zion, von Geschlecht zu Geschlecht. +

Antiphon
Lobe den H
ERRN, meine Seele, und
vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Lobe den H
ERRN, meine Seele, und
vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.

VITA

Katharina Zell
Die Tochter eines Schreinermeisters, Katharina Schütz, wurde 1497 oder 1498 in Straßburg geboren. Bereits als Kind hatte sie reges Interesse am Christentum und seinen Verkündern. Sie schrieb auch ihre Meinung in offenen Briefen. 1521 hielt Matthäus Zell, der 1518 aus seiner Freiburger Heimat verbannt worden war, eine reformatorische Predigt im Straßburger Münster. Katharina war unter den Zuhörern und fiel Matthäus Zell auf. Nachdem Zell zum ersten evangelischen Pfarrer am Straßburger Münster berufen war, heirateten die beiden 1523. Die Trauung wurde von Martin Bucer vollzogen. Als ihr Mann wegen der Heirat exkommuniziert wurde, verfasste Katharina eine „Entschuldigung”, in der sie die Ehe des Priesters biblisch begründete und den Zölibat als Förderung von Prostitution ablehnte. Wegen der eingeführten Zensur veröffentlichte sie in späteren Jahren vor allem Erbauungsschriften. Katharina Zell richtete im Pfarrhaus und später auch im verlassenen Franziskanerkloster eine Zufluchtstätte für verbannte und verfolgte Protestanten ein. 1524 nahm sie die ersten Verfolgten aus Österreich auf, 1525 kamen über 3.000 Flüchtlinge nach Straßburg. 1529 beherbergte sie Zwingli und Oekolampad. Sie nahm jeden Verfolgten auf, gleich ob er Luther, Zwingli oder den Wiedertäufern anhing. Auch pflegte sie besonders in den Pestzeiten die Kranken. Sie wandte sich auch gegen die vorherrschende Streittheologie unter den Lutheranern und versuchte zwischen den Gruppierungen zu vermitteln. Jedem sind wir die Liebe und Barmherzigkeit, die Christus uns gelehrt hat, schuldig, begründete sie ihr Tun. Luther stand mit ihr in Briefwechsel; mit Ambrosius und Margarethe Blarer war sie befreundet. Sie begleitete ihren Mann nach Konstanz, Nürnberg und Wittenberg und hielt nach seinem Tod 1548 die Leichenrede. Nachdem sie von verschiedenen Seiten angefeindet wurde, beschrieb sie 1557 in einem offenen Brief die Arbeit ihres Mannes und ihr eigenes Wirken in Straßburg Sie starb am 5. September 1562, nachdem sie kurz vorher eine Anhängerin Schwenckfelds, die kein lutherischer Geistlicher beerdigen wollte, zur letzten Ruhe geleitet hatte. Katharina Zell gilt als die erste Pfarrfrau, die in Wort und Tat evangelische Duldsamkeit lebte. Dass sie keineswegs nur die Dienerin ihres Mannes war, sondern auch selbständig als Laientheologin wirkte, eine partnerschaftlich geprägte Ehe führte und die Aussöhnung zwischen streitenden Theologen suchte und zum Teil auch erreichte, wurde dagegen vergessen.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Lobe den HERRN, meine Seele, und
vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.


Lesung
Mt 5, 3-10
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind, die Frieden stiften;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

FRIEDENSBITTEN

Führe uns vom Tod zum Leben
    vom Irrtum zur Wahrheit
Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
    von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
    vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
    unsre Welt und das All.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott, Du ewiger Friede. Du willst Frieden schenken und hast durch Christus verkündet, dass die Friedensstifter Deine Kinder heißen. Erfülle uns mit Verlangen nach Frieden, dass Hass und Zank verschwinden und wir mit Lust nach allem trachten, was dem Frieden dient. Das bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
    Amen.

SEGEN

Gott schenke uns Frieden
    und ewiges Leben

Vesper

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