Donnerstag - 15. November 2018
DRITTLETZTER SONNTAG
IM KIRCHENJAHR

Mitten unter uns



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Der Mittag kommt, Gott, sei uns nah;
wir halten inne zum Gebet.
Dich suchen wir, der Raum und Zeit
mit seiner Ewigkeit umfängt.

Dein Bund besteht, Gott, Du bist treu:
Bewahrung zeigt Dein Bogen an.
Durch Weisung segnest Du Dein Volk.
Versöhnung künden Brot und Wein.

Schenk Frieden, Gott, im Streit der Welt.
Lass Ruhe finden, die bedrängt.
Zeig gnädig uns Dein Angesicht
als Schöpfer, Retter, Tröstergeist. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 111 VIII


Danken will ich dem HERRN von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.


    Groß sind die Taten des HERRN, *
    allen erfahrbar, die sich daran freun.


Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.


    Er hat ein Gedächtnis gestiftet
    Seiner Wunder, *
    gnädig und barmherzig ist der H
ERR.

Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.


    Die Macht Seiner Taten
    machte Er kund Seinem Volk, *
    ihnen zu geben das Erbe der Heiden.


Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,


    sie stehen fest für immer und ewig, *
    geschaffen in Treue und Redlichkeit.


Erlösung sandte Er Seinem Volk, /
Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.


    Die Furcht des HERRN
    ist der Anfang der Weisheit,/ .
    einsichtig sind alle, die danach tun. *
    Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

[Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 90 IV


HERR, Du bist unsre Zuflucht *
durch alle Geschlechter.


    Ehe die Berge wurden, /
    die Erde entstand und das Weltall, *
    bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.


Du bringst die Menschen zurück zum Staub *
und sprichst:
„Kommt wieder, ihr Menschenkinder.”


    Denn tausend Jahre sind in Deinen Augen /
    wie der Tag, der gestern vergangen ist, *
    und wie eine Wache in der Nacht.


Du säst sie aus von Jahr zu Jahr, *
sie sind wie Gras, das nachwächst.


    Am Morgen blüht es und sprießt, *
    am Abend welkt es und verdorrt. (+)

Wir vergehen durch Deinen Zorn, *
wir werden erschreckt durch Deinen Grimm.


    Unsre Sünden stellst Du Dir vor Augen, *
    ins Licht Deines Angesichts verborgne Schuld.


Ja, all unsre Tage
schwinden vor Deinem Grimm, *
und unsre Jahre gehen dahin wie ein Seufzer.


    Siebzig Jahre währt unser Leben, *
    sind wir bei Kräften, sind es achtzig.


Das meiste daran ist Mühsal und Trug, *
ja, schnell geht es dahin, als flögen wir.


    Wer kennt die Gewalt Deines Zornes, *
    und wer fürchtet sich vor Deinem Grimm?


Lehre uns, unsre Tage zu zählen, *
damit wir gewinnen ein weises Herz. +


H
ERR, kehr Dich uns endlich wieder zu *
und erbarme Dich Deiner Knechte!


    Sättige uns am Morgen mit Deiner Gnade: *
    dass wir jubeln und froh sind all unsre Tage!


Erfreue uns
soviel Tage, wie Du uns beugtest, *
soviel Jahre, wie wir Leid gesehn.


    Lass Dein Tun
    offenbar werden an den Deinen *
    und Deine Herrlichkeit an ihren Kindern!


Die Freundlichkeit des HERRN sei über uns! /
Lass das Werk unsrer Hände bestehen, *
ja, lass bestehen unsrer Hände Werk! +

Antiphon
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade,
siehe, jetzt ist der Tag des Heils.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade,
siehe, jetzt ist der Tag des Heils.

VITA

Johannes Kepler
Der Sohn eines armen Händlers und Söldners wurde 1571 in Weil der Stadt geboren. Trotz seines schlechten Gesundheitszustands zeigte er hohe mathematische Fähigkeiten. Seine Mutter weckte in ihm das Interesse für die Astronomie. Er studierte Theologie und wurde von einem seiner Lehrer in die von der Kirche verbotenen astronomischen Lehren von Kopernikus eingeführt. Um 1595 drängten ihn seine Lehrer, als Professor für Mathematik an die evangelische Stiftsschule in Graz zu gehen. 1595 veröffentlichte er auch seine erste Schrift zur Harmonie der Sternbahnen. Diese astronomischen Studien schloss er 1619 ab. Sie haben ihn zu einem der großen Astronomen gemacht. Kepler war aber auch ein aktiver evangelischer Christ. 1600 musste er im Zuge der Gegenreformation die Steiermark verlassen. Er erhielt eine Anstellung in Prag bei Tycho de Brahe und wurde 1601 dessen Nachfolger. Da der Hof ihm aber kein Gehalt zahlte, musste er mit seiner Familie in bitterer Armut leben. Bewerbungen in seine Heimat wurden abgewiesen, weil er nicht bereit war, die Calvinisten zu verdammen. Seine Frau starb und seine Kinder litten unter schweren Krankheiten. Kepler kehrte nach Linz zurück. Vom dortigen evangelischen Pfarrer wurde er 12 Jahre lang als verkappter Calvinist vom Abendmahl ausgeschlossen. Seine Mutter wurde in Leonberg als Hexe angeklagte und Kepler kämpfte 6 Jahre um ihren Freispruch. Sein Engagement hat viel zum Abflauen des Hexenwahns der Zeit beigetragen. Seine Versuche, vom Kaiser sein rückständiges Gehalt zu erhalten, brachten Kepler 1628 zu Wallenstein. Dieser wollte von ihm aber nur astrologische Horoskope haben. Kepler reiste dann zum Fürstentag nach Regensburg, um erneut zu versuchen, sein Gehalt zu erhalten (die Rückstände betrugen inzwischen etwa 12.000 Gulden), er blieb aber erfolglos, erkrankte schwer in Regensburg und starb dort am 15. November 1630.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade,
siehe, jetzt ist der Tag des Heils.


Lesung
Offb 21,3-5
{Und} ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Seine Völker sein, und Er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, Ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott. Wir hungern nach Gerechtigkeit und dürsten nach Liebe; denn Unrecht und Hass machen unser Leben bitter und hart. So lass Deinen Geist unter uns herrschen, dass wir einander Frieden und Verstehen schenken und Brot und Freude teilen nach dem Beispiel Jesu, Deines Sohnes, unseres Bruders und Herrn.
    Amen

SEGEN

Gott schenke uns Frieden
    und ewiges Leben

Vesper

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