Samstag

5. November 2016

 

23. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die Kirche in der Welt

 

Predigttext

 

Phil 3, 17 (18-19) 20-21 (II. Reihe)
Röm 13, 1-7 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Dem König aller Könige und Herrn aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat, dem sei Ehre und ewige Macht.

Wochenlied

 

In dich hab ich gehoffet, Herr (EG 275)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. Darum, meine Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, daß ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden befunden werdet, und die Geduld unseres Herrn erachtet für eure Rettung, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das im voraus wißt, so hütet euch, daß ihr nicht durch den Irrtum dieser ruchlosen Leute samt ihnen verführt werdet und fallt aus eurem festen Stand. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten! Amen.
2.Petr 3, 13-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Warten auf die noch ausstehende Verwirklichung der christlichen Zukunftshoffnung darf für die Gemeinde nicht zu einem Verblassen des christlichen Hoffnungsbildes selber und zum Nachlassen der Spannkraft führen, mit der die Gemeinde sich zu diesem Hoffnungsziel ausstreckt. Vielmehr ist das Ausbleiben des Endes ein Zeichen für die zuwartende Geduld Gottes, der uns die Gnadenfrist zu unsrer Heiligung gegeben hat. (Spieker [5], S. 300)

Wochenspruch
 
Dem König aller Könige und Herrn aller Herren, der allein Unsterblichkeit hat, dem sei Ehre und ewige Macht.
1.Tim 6, 15b.16a.c  Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
"Der König aller Könige und Herr aller Herren", das ist der große Name, den Gott sich selbst allein vorbehalten hat, damit kein sterblicher Mensch sich die Würde anmaße, die ihm nicht gebührt. Ein Mensch, der Herr sein will, ohne sein Knie vor einem größeren Herrn zu beugen, eine staatliche Macht, die "absolut" sein will, das heißt losgelöst von allem, was größer und höher ist als alle Gewalt der "Könige", ist zum Werkzeug des Teufels geworden. Nur die Anbetung des einen und wahren Gottes, dessen Reich ein ewiges Reich ist (Ps 145, 13), kann die Mächtigen dieser Welt vor der dämonischen Gefahr ihres Götzendienstes bewahren.
Aber eben diesen Würdenamen "König aller Könige und Herr aller Herren" hat der Vater dem Sohn verliehen, und der zum Gericht kommende Christus trägt diesen Namen auf Seinem Kleide (Offb 19, 16). Darum bekennt die Kirche in ihren Liedern, daß der Sohn gleicher Macht und gleicher Ehren mit dem Vater in den Himmeln throne; der tot war um unsertwillen, ist "lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Offb 1, 18), wir bekennen von Ihm, was bei jedem Reich der Menschheitsgeschichte wie ein grotesker Wahn oder wie ein grausamer Hohn klingen würde: "Des Reich kein Ende haben wird."
(Spieker [5], S. 301)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-10-02
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