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Lesung im Kirchenjahr
Christi Himmelfahrt


Himmelfahrt
Freitag
Samstag

 

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
Joh 12, 32  Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Wort, mit dem der Herr Seinen Kreuzestod zugleich als Seine Erhöhung zur Herrlichkeit gedeutet hat, wird uns zum anschaulichen Bild für die Art, wie der Herr seit Seiner Himmelfahrt mit Seiner Kirche auf Erden verbunden ist. Die Kirche als der Leib Christi wird von ihrem himmlischen Haupt her mit Leben erfüllt und regiert. Nicht, daß wir in einem Aufschwung unserer Seele uns zum Himmel erheben, sondern daß wir uns von Ihm emporziehen und tragen lassen, ist das Werk des Heiligen Geistes, den der Herr Seiner Kirche verheißen hat und auf dessen Ausgießung sie immer von neuem warten muß. Wir brauchen den Herrn nicht zu uns herabzuholen und auf unsere Seite zu ziehen; sondern Er ist es, der will, daß wir da seien, wo Er ist, in Seinem Reich.
(Spieker [5], S. 161)

Donnerstag

CHRISTI HIMMELFAHRT

 

Wochenspruch

 

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen

Wochenlied

 

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du gen Himmel g'fahren bist (EG 121)
Christ fuhr gen Himmel (EG 120)
Jesus Christus herrscht als König (EG 123)

Vorabend
 
Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte auf seinem Bett; und er schrieb den Traum auf, und dies ist sein Inhalt: Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel wühlten das große Meer auf. Und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere. Ich sah, wie Throne aufgestellt wurden, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt rein wie Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer. Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten, und die Bücher wurden aufgetan. Ich merkte auf um der großen Reden willen, die das Horn redete, und ich sah, wie das Tier getötet wurde und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen wurde. Und mit der Macht der andern Tiere war es auch aus; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lang ein jedes leben sollte. Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, daß ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.
Dan 7, 1-3. 9-14 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Über den irdischen Weltreichen stehen als selbstgewählte Hoheitszeichen Gestalten aus dem Tierreich, Natur und Grenze dieser Reiche andeutend. Sie alle deuten voraus auf das Reich des Menschen, in welchem das Bild Gottes wiederhergestellt ist, durch welchen das Volk Gottes zur Herrschaft gelangt und die Weltgeschichte zu ihrem Ziele gebracht wird. (Spieker [5], S. 322)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage. Nun, Gott Israels, laß dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast. Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, damit du hörest das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir.
1.Kön 8, 22-24.26-28 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Kein irdischer Raum vermag die Fülle und Herrlichkeit Gottes zu fassen, und doch hat Gott durch Sein Verheißungswort sich an bestimmte Orte gebunden, an denen Er zu uns kommen und uns segnen will. (Spieker [5], S. 179)
 
Epistel
 
Den Aposteln zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt;
[denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;]
aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
Apg 1, 3-4 (5-7) 8-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Kirche hat ihre Hoffnung dahin gerichtet, von wo ihr Haupt Christus wiederkommen wird. An die Erde bindet sie Sein Auftrag. Die Vollmacht Seiner Verheißung weist sie an die ganze Welt. (Spieker [5], S. 162)
 
Evangelium
 
[Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, so daß sie die Schrift verstanden, und sprach zu ihnen: So steht's geschrieben, daß Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und daß gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem, und seid dafür Zeugen. Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.]
Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.
Luk 24, (44-49) 50-53 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Beim Abschied von der Welt gibt Christus segnend Seinen Frieden an die Seinen, die segnende Kirche gibt den Frieden Christi weiter an die Welt und bezeugt damit, daß auch die Erde einbezogen ist in den Machtbereich ihres zur Rechten Gottes erhöhten Herrn.(Spieker, [5] S. 165)
 
Abend
 
Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll. Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd. Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen. Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes. Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten, voller Augen vorn und hinten. Und die erste Gestalt war gleich einem Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war gleich einem fliegenden Adler. Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt. Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen: Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
Off 4, 1-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In das Dreimal-Heilig, welches in der oberen Welt von den Engeln und Erzengeln, den Mächten und Gewalten, den Thronen und Herrschaften Gott dargebracht wird, dürfen wir in der Feier des heiligen Mahles mit zitternden Lippen einstimmen, dürfen singen das Lied des Sieges und anheben den Jubel über die kommende Vollendung. (Spieker, [5] S. 250)

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Freitag

CHRISTI HIMMELFAHRT

Morgen
 
Da ging Pilatus wieder hinein ins Prätorium und rief Jesus und fragte ihn: Bist du der König der Juden? Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben dir's andere über mich gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet. Was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm.
Joh 18, 33-38 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In einer Welt, die sich so weit von der Wahrheit Gottes entfernt hat, daß sie den König der Wahrheit nicht erkennt, kann die Wahrheit nur durch Leiden bezeugt werden. Sie leuchtet auch durch Erniedrigung und Entehrung mit göttlicher Hoheit. (Spieker [5], S. 5)
 
Abend
 
Es hat Gott wohlgefallen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken, hat er nun versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Sein Diener bin ich, Paulus, geworden.
Kol 1, 19-23 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In Christi Kreuz ist die Welt mit Gott versöhnt, in Ihm sind auch wir einbezogen in den Bereich der neuen Schöpfung. Weil Er das Haupt ist, darum hat die Gemeinde teil an der Fülle , die von Ihm ausstrahlt. (Spieker [5], S. 162)

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Samstag

CHRISTI HIMMELFAHRT

Morgen
 
Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen und für mich, daß mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, dessen Bote ich bin in Ketten, daß ich mit Freimut davon rede, wie ich es muß.
[Damit aber auch ihr wißt, wie es um mich steht und was ich mache, wird euch Tychikus alles berichten, mein lieber Bruder und treuer Diener in dem Herrn, den ich eben dazu gesandt habe zu euch, daß ihr erfahrt, wie es um uns steht, und daß er eure Herzen tröste.]
Friede sei mit den Brüdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Die Gnade sei mit allen, die liebhaben unsern Herrn Jesus Christus, in Unvergänglichkeit.
Eph 6, 18-20 (21-22) 23-24 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der wichtigste Dienst der Gemeinde für ihre Prediger ist die Fürbitte, Der gefangene Apostel wird in seinem Zeugendienst dadurch getragen, daß die Gemeinde für ihn betet. Solcher Dienst der Fürbitte fordert Wachsamkeit und Treue. (Spieker [5], S. 258)
 
Abend


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 04-11-24
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