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Lesung im Kirchenjahr
6. Sonntag nach Trinitatis
Leben aus der Taufe


Sonntag
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Mittwoch
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Freitag
Samstag

 

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Jes 43, 1  Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Wort, mit dem der Herr Seinen Knecht, den Er gerufen hat, tröstet und stärkt für Seinen Dienst, der das Maß menschlicher Kraft und menschlicher Möglichkeiten übersteigt, dient uns dazu, den Sinn dessen, was in der Heiligen Taufe an uns geschehen ist, recht zu verstehen: Gott hat "dich" gerufen, ehe du Ihn nennen und rufen konntest. Mit deinem Namen, dem Zeichen des einmaligen, besonderen und persönlichen Seins bist du bei deiner Taufe zum erstenmal genannt und gerufen worden; daher auch dein Taufname dein Rufname geworden ist. Es ist Gott, der dir dein besonderes Wesen und Leben verliehen hat. - "Du bist Mein", spricht der Herr; ganz gebunden in Gottes Willen, ganz geborgen in Gottes Barmherzigkeit. Weil Gott Seine Hände auf dich gelegt hat zu dauerndem und unaufgebbarem Eigentum, darum hat alles, wovor ein Mensch sich fürchten könnte, seine Macht über dich verloren, alles dieses , Schicksal, Leiden, Tod, auch dich selbst und deine Sünde darfst du getrost anschaun und sprechen: "Ich fürchte mich nicht."
(Spieker, [5] S. 209)

Sonntag

6. SONNTAG NACH TRINITATIS

 

Wochenspruch

 

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.

Wochenlied

 

Ich bin getauft auf deinen Namen (EG 200)

Vorabend
 
Es begab sich zu der Zeit, daß Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, daß sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste; und er war in der Wüste vierzig Tage und wurde versucht von dem Satan und war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. Nachdem aber Johannes gefangengesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
Mark 1, 9-15 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Geist treibt Ihn in die Wüste, in die äußerste Einsamkeit. Allein hat Er den Kampf zu bestehen mit der satatnischen Macht. Sein ganzes späteres Wirken ist Entfaltung dieses Kampfes. Aber Er bleibt Sieger. Weil Er den Satan überwunden hat, kann Er denen zur Seite stehen, die versucht werden. (Spieker, [5] S. 45)

Alttestamentliche Lesung
 
Nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, daß dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner Statt, weil du in meinen Augen so wertgeachtet und auch herrlich bist und weil ich dich liebhabe. Ich gebe Menschen an deiner Statt und Völker für dein Leben. So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.
Jes 43, 1-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gott ruft das erstorbene Volk mit Namen, daß es wieder lebe, Er gibt Völker dahin für seine Befreiung. Der Gang der Geschichte muß dazu helfen, daß das Volk Gottes zusammengebracht werde aus allen Völkern. Er hat auch dich mit Namen gerufen bei deiner Taufe, daß auch du zugehörig seist zu Seinem Volk. (Spieker, [5] S. 211)

Epistel
 
Wißt ihr nicht, daß alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja, daß unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden,
[und wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr, haltet dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.]
Röm 6, 3-8 (9-11) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Taufe empfängt nicht bloß ihre Deutung, sondern auch ihre Kraft aus der Christusverbundenheit, in die sie uns hineinstellt. Wir sind dem Anspruch der Sünde und des Todes entzogen, weil im Vollzug der Taufe die Kräfte des Todes und der Auferstehung Christi wirksam geworden sind. Wir sind aufgerufen, mit unserm Leben "ja" zu sagen zu dieser Entscheidung und unter der Lebensmacht Christi zu bleiben. (Spieker, [5] S. 210)

Evangelium
 
Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Matth 28, 16-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Herrschaftsanspruch Christi über die Welt: die Völker werden getauft auf den Namen des dreieinigen Gottes und sie werden gelehrt, der Weisung Christi zu gehorchen - das sakramentale Handeln und die kirchliche Verkündigung gehören unlöslich zusammen. (Spieker, [5] S. 178)

Abend
 
Noah ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte. Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Sintflut auf Erden.
[Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden. Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, daß die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden.]
Und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken. Da redete Gott mit Noah und sprach: Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, an Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, daß sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.
1.Mose 7, 7-10; 8, (6-11) 14-17 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wie die Welt der Gottlosen untergeht und Noah, der "Prediger der Gerechtigkeit", gerettet wird, so läßt Gott in der Taufe den erbsündigen Menschen sterben und den neuen Menschen auferstehen, der nach dem Bilde Gottes geschaffen ist. (Spieker, [5] S. 75)

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Montag

6. SONNTAG NACH TRINITATIS

Morgen
 
Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Israeliten, daß sie weiterziehen. Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand über das Meer und teile es mitten durch, so daß die Israeliten auf dem Trockenen mitten durch das Meer gehen. Siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie hinter euch herziehen, und will meine Herrlichkeit erweisen an dem Pharao und aller seiner Macht, an seinen Wagen und Männern. Und die Ägypter sollen innewerden, daß ich der HERR bin, wenn ich meine Herrlichkeit erweise an dem Pharao und an seinen Wagen und Männern. Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie. Und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Und dort war die Wolke finster, und hier erleuchtete sie die Nacht, und so kamen die Heere die ganze Nacht einander nicht näher. Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich. Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
2.Mose 14, 15-22 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Ich will euch, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, daß unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind; und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und durch das Meer und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.
[Aber an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie wurden in der Wüste erschlagen. Das ist aber geschehen uns zum Vorbild, damit wir nicht am Bösen unsre Lust haben, wie jene sie hatten. Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht: »Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen.« Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben: und an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzigtausend um.]
1.Kor 10, 1-4 (5-8) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Obwohl die Väter in der Wüste hohe Gnadengaben empfangen haben - die "Taufe" im Roten Meer, die wunderbare Speisung in der Wüste durch das Manna, Wasser aus dem Felsen -, hat sie doch Gottes Gericht ereilt, wil ihr fleischliches Gelüst und abgöttisches Wesen den Zorn Gottes reizte. Das ist der Gemeinde zur Warnung geschehn, damit sie sich hüte vor falscher Sicherheit, wachsam sei gegenüber Versuchungen und sich demütig der Treue Gottes anvertraue.(Spieker, [5] S. 224)

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Dienstag

6. SONNTAG NACH TRINITATIS

Morgen
 
Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört. Denn David ist nicht gen Himmel gefahren; sondern er sagt selbst: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.« So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat. Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung, und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Auch mit vielen andern Worten bezeugte er das und ermahnte sie und sprach: Laßt euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!
Apg 2, 32-40 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht. Einige nun aus dem Volk, die diese Worte hörten, sprachen: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. Andere sprachen: Er ist der Christus. Wieder andere sprachen: Soll der Christus aus Galiläa kommen? Sagt nicht die Schrift: aus dem Geschlecht Davids und aus dem Ort Bethlehem, wo David war, soll der Christus kommen?So entstand seinetwegen Zwietracht im Volk. Es wollten aber einige ihn ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn.
Joh 7, 37-44 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Inmitten der Kirche strömt auch heute der Born des Lebens, den der Herr selbst ihr erschlossen hat in Seinem Wort und Sakrament. Sein Geist wird in dem Glaubenden zur Quelle, aus der wieder andere Kraft schöpfen. (Spieker, [5] S. 186)

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Mittwoch

6. SONNTAG NACH TRINITATIS

Morgen
 
Nachdem man Paulus und Silas hart geschlagen hatte, warf man sie ins Gefängnis und befahl dem Aufseher, sie gut zu bewachen. Als er diesen Befehl empfangen hatte, warf er sie in das innerste Gefängnis und legte ihre Füße in den Block. Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie. Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so daß die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Und sogleich öffneten sich alle Türen, und von allen fielen die Fesseln ab. Als aber der Aufseher aus dem Schlaf auffuhr und sah die Türen des Gefängnisses offenstehen, zog er das Schwert und wollte sich selbst töten; denn er meinte, die Gefangenen wären entflohen. Paulus aber rief laut: Tu dir nichts an; denn wir sind alle hier! Da forderte der Aufseher ein Licht und stürzte hinein und fiel zitternd Paulus und Silas zu Füßen. Und er führte sie heraus und sprach: Liebe Herren, was muß ich tun, daß ich gerettet werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren. Und er nahm sie zu sich in derselben Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen. Und er ließ sich und alle die Seinen sogleich taufen und führte sie in sein Haus und deckte ihnen den Tisch und freute sich mit seinem ganzen Hause, daß er zum Glauben an Gott gekommen war.
Apg 16, 23-34
 
Aus dem Kerker erheben die geschlagenen und gefesselten Apostel ihre Stimmen zu Gott und singen Ihm eine nächtliche Hymne. Solches Lied sprengt nicht nur Kerkermauern, sondern führt auch andere herzu, daß sie das Heil in Christo finden und mit Freuden Gott loben. (Spieker, [5] S. 152)
 
Abend
 
Wenn nun dies alles über dich kommt, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der HERR, dein Gott, verstoßen hat, und du dich bekehrst zu dem HERRN, deinem Gott, daß du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, so wird der HERR, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der HERR, dein Gott, verstreut hat. Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen, als deine Väter waren. Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf daß du am Leben bleibst.
5.Mose 30, 1-6
 

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Donnerstag

6. SONNTAG NACH TRINITATIS

Morgen
 
Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist doch der Größte im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.
Matth 18, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Kinder und alle, welche der Herr die "Kleinen" nennt - vielleicht Anfänger im Glauben, auch kindlich gläubige Seelen - haben durch ihre Engel ihren festen Platz in der himmlischen Ordnung [vgl. V. 10] und entsprechend auch in der Gemeinde. Menschen, die "zum Abfall verführen", sind solche, die sich vordrängen, jene "Kleinen" zurückstoßen, auch beleidigen oder verführen - sie stören die himmlische Ordnung, verletzen die Liebe, mißachten die Majestät Gottes, sie begehen jene Ursünde, um deretwillen Luzifer aus der himmlischen Gemeinschaft ausgeworfen wurde. (Spieker, [5] S. 276)
 
Abend
 
Wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein? Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.
1.Kor 12, 12-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Gemeinde ist der Leib Christi. Wir alle sind durch die Taufe Ihm eingeleibt, wir sind zu Einem Geiste verbunden. Was der Apostel sagt von den Gliedern des Leibes, welche zueinander in mannigfacher Beziehung und Wechselwirkung stehn, ist also nicht bloß ein schönes Bild, sondern er redet von der Wirklichkeit des Leibes Christi und der Zusammengehörigkeit seiner Glieder, welche sich nirgends herrlicher zeigt als in Tiefen des Leidens und in Stunden der Freude. (Spieker, [5] S. 222)

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Freitag

6. SONNTAG NACH TRINITATIS

Morgen
 
Weil es aber Rüsttag war und die Leichname nicht am Kreuz bleiben sollten den Sabbat über - denn dieser Sabbat war ein hoher Festtag -, baten die Juden Pilatus, daß ihnen die Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Soldaten und brachen dem ersten die Beine und auch dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, daß er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: »Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.« Und wiederum sagt die Schrift an einer andern Stelle: »Sie werden den sehen, den sie durchbohrt haben.«
Joh 19, 31-37 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist's, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. Denn drei sind, die das bezeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein. Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis doch größer; denn das ist Gottes Zeugnis, daß er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn. Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn.
1.Joh 5, 5-10
 
Christliche Weltüberlegenheit gründet sich allein auf den Glauben an Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, der sich stärker erwiesen hat als alle Mächte der Welt. Er, der in Seiner Taufe göttlichen Auftrag empfing, der in Seinem Kreuzestod Sühne geleistet hat für die Sünder, Er kommt auch heute noch zu Seiner Gemeinde mit "Wasser" und "Blut", durch Taufe und Abendmahl, und bezeugt sich als lebendig durch den Geist. (Spieker, [5] S. 139)

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Samstag

6. SONNTAG NACH TRINITATIS

Morgen
 
Dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, daß du lebst, und bist tot. Werde wach und stärke das andre, das sterben will, denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott. So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und halte es fest und tue Buße! Wenn du aber nicht wachen wirst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde. Aber du hast einige in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; die werden mit mir einhergehen in weißen Kleidern, denn sie sind's wert. Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Offb 3, 1-6
 
Das strenge Mahnwort an die Gemeinde zu Sardes wird uns zur ernsten Erinnerung, unsre Taufgnade zu bewahren. Alle Buße ist "Rückkehr zur Taufe", Besinnung auf den Anfang unsres Christenstandes. Das weiße Kleid, das die Christen bei ihrer Taufe empfingen, soll sie mahnen an das himmlische Kleid der Reinheit und Gerechtigkeit, mit dem sie durch Gottes Gnade sollen umkleidet werden. Der Name, mit dem wir bei der Taufe in die himmlischen Bürgerlisten eingetragen sind, ist ein Unterpfand, daß wir zur himmlischen Herrlichkeit berufen sind. (Spieker, [5] S. 213)
 
Abend


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 04-11-24
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