Samstag

23. Juli 2016

 

8. SONNTAG NACH TRINITATIS
Früchte des Geistes

 

Predigttext

 

Eph 5, 8b-14 (II. Reihe/Rev. II)

Wochenspruch

 

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit

Wochenlied

 

O gläubig Herz, gebenedei (EG 318)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Also, meine Lieben, - wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, - schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt, dadurch daß ihr festhaltet am Wort des Lebens, mir zum Ruhm an dem Tage Christi, so daß ich nicht vergeblich gelaufen bin noch vergeblich gearbeitet habe. Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. Darüber sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen.
Phil 2, 12-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Wort von der Alleinwirksamkeit Gottes schließt das menschliche Streben nicht aus, denn Gott ist es, der in uns die Freude an Seinem göttlichen Willen weckt, der Seine Gnade zum Vollbringen gibt. Die geheimnisvolle Doppelschichtigkeit geistlichen Lebens wird uns anschaulich am Wunder der Sonne: allein unter ihren Strahlen gibt es Wachstum und Gedeihen, ohne sie kommt nichts aus der Stelle. Nur dann werden wir wandeln als Kinder des Lichts, wenn uns die Sonne der göttlichen Liebe bescheint. (Spieker [5], S. 222)

Wochenspruch
 
Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.
Eph 5, 8b.9
 
Das geistliche Leben schauen wir an in einem doppelten Bild: Das Leben Christi ist wie ein Baum, den Gott in den Acker dieser Welt, in den Grund unserer Herzen gepflanzt hat; hier will er wurzeln und wachsen, blühen und reifen, und das lebendige Wachstum vollendet sich darin, daß durch uns neues Leben vermittelt, erzeugt und erweckt wird; denn Frucht ist Ende und Anfang zugleich. Das gleiche Geheimnis lebt in dem Wunder des Lichts. Der Geist Christi ist das himmlische Feuer, das uns entzündet, verzehrt und verwandelt; so werden wir nicht nur bestrahlt von seinem Glanz, sondern erleuchtet, daß wir leuchten im Dunkel dieser Welt. »Gerechtigkeit, Güte und Wahrheit« schauen wir als Wirkungen dieses geistlichen Lebens, in dem sich das Gleichnis des Lichtes und der Fruchtbarkeit in gleicher Weise erfüllt; daher im griechischen Text in einer seltsamen Vermischung beider Bilder ursprünglich von Früchten des Lichtes geredet wird.
(Spieker [5], S. 218)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-05-25
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