Freitag

28. Oktober 2016

 

22. SONNTAG NACH TRINITATIS
APOSTEL SIMON UND JUDAS

In Gottes Schuld

 

Predigttext

 

Phil 3, 17 (18-19) 20-21 (II. Reihe)
Röm 13, 1-7 (Rev. II)

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten,
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.   (Jes 52, 7)
 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied
oder
oder

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Bei dir, Jesu, will ich bleiben (EG 406, 1-4)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Epistel
 
Einem jeden {aber} von uns ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi. Darum heißt es: »Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben.« Daß er aber aufgefahren ist, was heißt das anderes, als daß er auch hinabgefahren ist in die Tiefen der Erde? Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle. Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi.
Eph 4, 7-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Leben in der Kirche, wenn es Leben vom Haupte, Christus her ist, ist weder chaotisch noch schematisch, sondern vollzieht sich in einer geheimnisvollen inneren Ordnung. Jeder einzelne wird Glied; auch das Amt der Kirche gliedert sich aus in Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten. Aber alle Ausgliederung hat letztlich nur den einen Sinn: »daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes.« (Spieker [5], S. 354)
 
Evangelium
 
Das gebiete ich euch, daß ihr euch untereinander liebt. Wenn euch die Welt haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorwenden, um ihre Sünde zu entschuldigen. Wer mich haßt, der haßt auch meinen Vater. Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie es gesehen, und doch hassen sie mich und meinen Vater. Aber es muß das Wort erfüllt werden, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: »Sie hassen mich ohne Grund«.
Joh 15, 17-25 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Christus ist der Beginn einer neuen und das Ende der alten Welt. Die Kirche, als die Gemeinde dieses Christus, ist für die Welt eine ständige Erinnerung daran, daß ihre Stunde geschlagen hat.
Um so nötiger aber ist es, daß die Christen in dieser Welt das Gebot immer wieder neu hören: daß sie sich »untereinander lieben«. Die Liebe ist das Lebensgesetz derer, die der Herr »von der Welt erwählt hat«. (Spieker [5], S. 354)


Abend
 
Daran erkennen wir, daß wir aus der Wahrheit sind, und können unser Herz vor ihm damit zum Schweigen bringen, daß, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge. Ihr Lieben, wenn uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir Zuversicht zu Gott, und was wir bitten, werden wir von ihm empfangen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist. Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.
1.Joh 3, 19-24 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Gott ist größer als unser Herz«: Der Jünger Petrus flüchtet sich mit der Schuld der dreifachen Verleugnung in die Allwissenheit seines Herrn, der nicht übersieht, daß der Verleugner Ihn dennoch lieb hat. Unsre Sünden vermögen Gottes Güte und Vergebungsmacht nicht zu überwiegen. Aber diese Gewißheit von der überragenden Macht der göttlichen Güte bleibt uns nur erhalten, solange wir selber in der Liebe stehn. (Spieker [5], S. 299)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
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