Sonntag

11. Dezember 2016

 

3. ADVENT
Der Vorläufer des Herrn

 

Predigttext

 

Lk 3, 1-14 (III. Reihe)
Lk 1, 67-69 (Rev. III)

Wochenspruch

 

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.

Wochenlied

 

Mit Ernst, o Menschenkinder (EG 10)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Alttestamentliche Lesung   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Kyrus, den ich bei seiner rechten Hand ergriff, dass ich Völker vor ihm unterwerfe und Königen das Schwert abgürte, damit vor ihm Türen geöffnet werden und Tore nicht verschlossen bleiben: Ich will vor dir hergehen und das Bergland eben machen, ich will die ehernen Türen zerschlagen und die eisernen Riegel zerbrechen und will dir heimliche Schätze geben und verborgene Kleinode, damit du erkennst, dass ich der HERR bin, der dich beim Namen ruft, der Gott Israels. Um Jakobs, meines Knechts, und um Israels, meines Auserwählten, willen rief ich dich bei deinem Namen und gab dir Ehrennamen, obgleich du mich nicht kanntest. Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, kein Gott ist außer mir. Ich habe dich gerüstet, obgleich du mich nicht kanntest, damit man erfahre vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, dass keiner ist außer mir. Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut. Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf! Ich, der HERR, erschaffe es .
Jes 45, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der heidnische König Kores (Kyros), welcher Babel zerstören und Jerusalem befreien soll, ist Gottes Werkzeug und Wegbereiter für Christus und Sein Reich. Auf Sein Kommen zielt der Gang der Weltgeschichte. Seine Herkunft vom Himmel gleicht dem Tau, der die Erde feuchtet. (Spieker [5], S. 16)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat die volle Strafe empfangen von der Hand des HERRN für alle ihre Sünden. Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des Herrn Mund hat's geredet. Es spricht eine Stimme: Predige!, und ich sprach: Was soll ich predigen? Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; denn des Herrn Odem bläst darein. Ja, Gras ist das Volk! Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.
[Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas: Siehe, da ist euer Gott; siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Er wird die Lämmer in seinen Arm sammeln und im Bausch seines Gewandes tragen und die Mutterschafe führen.]
Jes 40, 1-8 (9-11) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Trostamt der Kirche tritt erst da in Kraft, wo zuvor das Zorngericht Gottes bejaht und durchlitten ward. Dann aber darf sie verkünden, daß Gottes Herrlichkeit nahe ist, und darf den Weg bereiten für Sein Kommen durch das Wort ihres Zeugnisses und den Dienst ihrer Barmherzigkeit. (Spieker [5], S. 12)
 
Epistel
 
Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden. Mir aber ist's ein Geringes, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. Dann wird auch einem jeden von Gott Lob zuteilwerden.
1. Kor 4, 1-5 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Den Aposteln sind Gottes Geheimnisse anvertraut: der Heilsrat Gottes, der in Jesus Christus Gestalt gewann. Nichts anderes haben die "Diener am Wort" der Welt zu verkündigen und im Sakrament auszuteilen. Sie sind - gleich den Aposteln - unabhängig vom Urteil der Menschen, wenn sie nur treu der Sache Christi dienen und den Anspruch der Gemeinde nicht verachten. Sie haben als Haushalter Gottes Rechenschaft abzulegen am Gerichtstag Christi. (Spieker [5], S. 11)
 
Evangelium
 
SinkwitzDa aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger und ließ ihn fragen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt; und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert.
[Als sie fortgingen, fing Jesus an, zu dem Volk über Johannes zu reden: Was zu sehen seid ihr hinausgegangen in die Wüste? Ein Schilfrohr, das vom Wind bewegt wird? Oder was zu sehen seid ihr hinausgegangen? Einen Menschen in weichen Kleidern? Siehe, die weiche Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige. Oder was zu sehen seid ihr hinausgegangen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Er ist mehr als ein Prophet. Dieser ist's, von dem geschrieben steht: »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.« ]
Matth 11, 2-6 (7-10) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Täufer durchleidet stellvertretend Not und Zweifel der Welt vor Christus, aber auch ihn grüßt in seinen Banden schon der Trost Christi: die Welt wird verwandelt, das Alte erneuert, was tot war, lebendig. Er hat das Heil Gottes gesehn und Sein Kommen bezeugt. Er ist - sich selber unbewußt - der Wegbereiter des Herrn. (Spieker [5], S. 12)
 
Abend
 
Höret, ihr Himmel, und Erde, nimm zu Ohren, denn der HERR redet: Ich habe Kinder großgezogen und hochgebracht, und sie sind von mir abgefallen! Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt's nicht, und mein Volk versteht's nicht. Wehe dem sündigen Volk, dem Volk mit Schuld beladen, dem boshaften Geschlecht, den verderbten Kindern, die den HERRN verlassen, den Heiligen Israels lästern, die abgefallen sind! Wohin soll man euch noch schlagen, die ihr doch weiter im Abfall verharrt? Das ganze Haupt ist krank, das ganze Herz ist matt. Von der Fußsohle bis zum Haupt ist nichts Gesundes an ihm, sondern Beulen und Striemen und frische Wunden, die nicht gereinigt noch verbunden noch mit Öl gelindert sind. Euer Land ist verwüstet, eure Städte sind mit Feuer verbrannt; Fremde verzehren eure Äcker vor euren Augen; alles ist verwüstet wie durch Fremde verheert. Übrig geblieben ist allein die Tochter Zion wie ein Häuslein im Weinberg, wie eine Nachthütte im Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt. Hätte uns der HERR Zebaoth nicht einen geringen Rest übrig gelassen, so wären wir wie Sodom und gleich wie Gomorra.
Jes 1, 2-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Ist das nicht die äußerste Schande, daß - nach göttlichem Ausspruch - Ochse und Esel, ich will nicht sagen mit uns verglichen, sondern uns sogar vorgezogen werden, weil jene ihre Schuldigkeit gegen ihren Herrn tun? Sollten wir nicht unsere Pflicht gegen Gott beachten? Deswegen sollen wir unsere Häupter vor den Ochsen und Eseln als vor unseren Lehrmeistern entblößen, indem wir sehen, daß sie uns von Gott hingestellt werden, damit wir an ihren Beispielen lernen, wie wir vor unserm Gott Ehrfurcht haben sollen.« (Martin Luther)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-11-10
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