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Lesung im Kirchenjahr
1. Sonntag im Advent
Der kommende Herr


Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag

 

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sach 9,9
 
"Advent" heißt Ankunft; wir blicken auf Den, der auf uns zukommt. Machet eure Augen auf und sehet, wer da ist! Es ist der König, den kein menschlicher Wille gewählt hat, der Seine Würde und Seine Macht aus Gottes Ratschluß hat, der König, den Gott selber uns und aller Welt zum König gesetzt hat. Der König kommt, Seine Herrschaft aufzurichten: Er stiftet Ordnung. Er fordert Gefolgschaft und Dienst. Er kommt vom Ende der Tage her in die Zeit, und alle Zeit ist, ob sie es weiß oder nicht, unterwegs zu Dem, der zukünftig ist. "Ihr müsset Ihm entgegengehn!"
(Spieker, S. 15)

Sonntag

1. SONNTAG IM ADVENT

 

Wochenspruch

 

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.

Wochenlied
oder

 

Nun komm der Heiden Heiland (EG 4)
Die Nacht ist vorgedrungen (EG 16)

Vorabend
 
[Wort Gottes: Ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern, so daß keiner dort hin- und herziehe und nicht mehr der Treiber über sie komme; denn ich sehe nun darauf mit meinen Augen.]
Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. Denn ich will die Wagen wegtun aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde. Auch lasse ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen frei aus der Grube, in der kein Wasser ist; so kehrt heim zur festen Stadt, die ihr auf Hoffnung gefangenliegt. Denn heute verkündige ich, daß ich dir zweifach erstatten will.
Sach 9, (8) 9-12 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In dem Könige ohne Macht kommt für die Welt der Herrscher, der die Gewalt abtun und durch Gerechtigkeit das Reich des Friedens bringen wird. (Spieker [5], S. 4)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß ich dem David einen gerechten Sproß erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: "Der HERR unsere Gerechtigkeit". Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, daß man nicht mehr sagen wird: "So wahr der HERR lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!", sondern: "So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel herausgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte." Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.
Jer 23, 5-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Aus Davids Geschlecht soll der rechte Hirte kommen, der die Zerstreuten sammelt. Gott hat den Davidssproß erweckt, der als der rechte Hirte über Seinem Volke wacht. Wir sind nicht nur geborgen in des Hirten Regiment, sondern wir haben auch teil an dem Heil und der Gerechtigkeit, die Er gebracht hat. (Spieker [5], S. 143)
 
Epistel
 
Seid niemandem etwas schuldig, außer, daß ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefaßt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So laßt uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.
[Laßt uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Eifersucht; sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, daß ihr den Begierden verfallt.]
Röm 13, 8-12 (13.14) © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Es mehren sich die Zeichen, daß der Aufgang der wahren Sonne nicht mehr fern ist. Die Kirche weiß um die Stunde, darum liegt ihr ob, den Wächterruf hinausgehn zu lassen. So lautet ihr Weckruf: Sagt ab der Sinnenknechtschaft, nehmt den Leib in Zucht, "ziehet an den Herrn Jesum Christ"! (Spieker [5], S. 3 f.)
 
Evangelium
 
Als sie {nun} in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen. Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht "Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers." Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!
Mt 21, 1-9 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Gottessohn kommt ohne weltliche Macht und ruft doch die Welt zur Entscheidung. Er meldet mit dem Einzug Seinen Herrschaftsanspruch an: Er kommt in die Welt, die sich Ihm feindlich verschließt. "Dagegen wird dieser arme und bettlerische König eine andere Macht haben denn sonst alle Könige und Kaiser, denn Er heißt: 'iustus et salvator', ein Gerechter und ein Helfer." (Spieker, [5] S. 4)
 
Abend
 
Es begab sich, als David in seinem Hause wohnte, sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade des Bundes des HERRN ist unter Zeltdecken. Nathan sprach zu David: Alles, was in deinem Herzen ist, das tu; denn Gott ist mit dir. Aber in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Nathan: Geh hin und sage meinem Knecht David: So spricht der HERR: Nicht du sollst mir ein Haus bauen zur Wohnung. Denn Ich habe in keinem Hause gewohnt von dem Tage an, als ich Israel herausführte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin umhergezogen von Zelt zu Zelt und von Wohnung zu Wohnung. Wenn aber deine Tage um sind, daß du zu deinen Vätern hingehst, so will ich dir einen Nachkommen, einen deiner Söhne, erwecken; dem will ich sein Königtum bestätigen. Der soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Thron bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will Meine Gnade nicht von ihm wenden, wie ich sie von dem gewandt habe, der vor dir war, sondern ich will ihn einsetzen in mein Haus und in mein Königtum ewiglich, daß sein Thron beständig sei ewiglich.
1. Chr 17, 1-5. 11-14 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Montag

1. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
[Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.]
Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die für euch bestimmt ist, und haben geforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. Ihnen ist offenbart worden, daß sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, - was auch die Engel begehren zu schauen. Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.
1. Petr 1, (8.9) 10-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe. Der HERR aber antwortete mir und sprach: Schreib auf, was du geschaut hast, deutlich auf eine Tafel, daß es lesen könne, wer vorüberläuft! Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trügen. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiß kommen und nicht ausbleiben. Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
Hab 2, 1-4 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Prophet steht auf der Warte und lauscht, ob Gott ihn Seinen Spruch hören läßt. Gott gibt Antwort und der Prophet soll sie aufschreiben für jedermann: die göttliche Verheißung wird erfüllt und kommt gewiß. Bleibt nur in eurem Warten getrost: durch Gottes Treue wird euer Warten gestillt - der Fromme lebt aus dem Glauben! (Spieker [5], S. 4)

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Dienstag

1. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Gedenkt {aber} der früheren Tage, an denen ihr, nachdem ihr erleuchtet wart, erduldet habt einen großen Kampf des Leidens, indem ihr zum Teil selbst durch Schmähungen und Bedrängnisse zum Schauspiel geworden seid, zum Teil Gemeinschaft hattet mit denen, welchen es so erging. Denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und den Raub eurer Güter mit Freuden erduldet, weil ihr wißt, daß ihr eine bessere und bleibende Habe besitzt. Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. Denn "nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben. Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm." Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.
Hebr 10, 32-39 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In der Kirche Christi stehn wir zusammen als eine Kampf- und Lebensgemeinschaft, aus der keiner ausbrechen darf: "Wer weichen wird, an dem wird Meine Seele kein Gefallen haben." Darum gilt es: festzuhalten an der Zuversicht, darunter zu bleiben unter der Hand Gottes und entgegenzuharren Dem, der da kommt. (Spieker [5], S. 329)
 
Abend
 
Weh denen, die Schaden zu tun trachten und gehen mit bösen Gedanken um auf ihrem Lager, daß sie es frühe, wenn's licht wird, vollbringen, weil sie die Macht haben! Sie reißen Äcker an sich und nehmen Häuser, wie sie's gelüstet. So treiben sie Gewalt mit eines jeden Hause und mit eines jeden Erbe. Darum spricht der HERR: Siehe, ich ersinne wider dies Geschlecht Böses, aus dem ihr euren Hals nicht ziehen und unter dem ihr nicht so stolz dahergehen sollt; denn es soll eine böse Zeit sein. Zur selben Zeit wird man einen Spruch von euch machen und klagen: Es ist aus - so wird man sagen -, wir sind vernichtet! Meines Volkes Land kriegt einen fremden Herrn! Wann wird er uns die Äcker wieder zuteilen, die er uns genommen hat? Jawohl, ihr werdet keinen Anteil behalten in der Gemeinde des HERRN. "Ich will dich, Jakob, sammeln ganz und gar und, was übrig ist von Israel, zusammenbringen. Ich will sie wie Schafe miteinander in einen festen Stall tun und wie eine Herde in ihre Hürden, daß es von Menschen dröhnen soll." Er wird als ein Durchbrecher vor ihnen heraufziehen; sie werden durchbrechen und durchs Tor hinausziehen, und ihr König wird vor ihnen hergehen und der HERR an ihrer Spitze.
Mich 2, 1-5.12-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Unersättliche Habgier, hemmungsloser Machtdünkel zerstört das von Gott gesetzte Recht und die alte Volksordnung. Die Folge wird der völlige Verlust des Landes sein, welcher mit den Schuldigen auch die Unschuldigen trifft. Aber wenn das Gericht Gottes ergangen ist, wird der Herr Sein zerstreutes Volk wieder sammeln. Er wird selbst als ein König dem Volk in die Freiheit voranziehen. (Spieker [5], S. 4)

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Mittwoch

1. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Darum lassen wir {auch} von dem Tag an, an dem wir's gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, daß ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut.Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
Kol 1, 9-14 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Ein neues Reich kommt herauf. Die Macht der Finsternis ist gebrochen, den Anspruch auf uns hat sie verloren. Durch unsere Taufe sind wir Kinder dieses neuen Reiches geworden, Durch sie haben wir Anteil an der Vergebung der Sünden. Die Rückkehr zu unserer Taufe steht uns allezeit offen.(Spieker [5], S. 4 f.)
 
Abend
 
Dies sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn Isais, es spricht der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des Gottes Jakobs, der Liebling der Lieder Israels: Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge. Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der Fels Israels hat geredet: Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes, der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, am Morgen ohne Wolken. Und wie das Gras nach dem Regen aus der Erde bricht, so ist mein Haus fest bei Gott; denn er hat mir einen ewigen Bund gesetzt, in allem wohl geordnet und gesichert. All mein Heil und all mein Begehren wird er gedeihen lassen. Aber die nichtswürdigen Leute sind allesamt wie verwehte Disteln, die man nicht mit der Hand fassen kann; sondern wer sie angreifen will, muß Eisen und Spieß in der Hand haben; sie werden mit Feuer verbrannt an ihrer Stätte.
2.Sam 23, 1-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Donnerstag

1. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
[Von den Zeiten und Stunden {aber}, liebe Brüder, ist es nicht nötig, euch zu schreiben; denn ihr selbst wißt genau, daß der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.]
Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß der Tag wie ein Dieb über euch komme. Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So laßt uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern laßt uns wachen und nüchtern sein. Denn die schlafen, die schlafen des Nachts, und die betrunken sind, die sind des Nachts betrunken. Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.
1.Thess 5, (1-3) 4-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Als "Kinder des Tages" leben, bedeutet: unsere eigene Lage wach und nüchtern erkennen, wissen, daß wir in einer vergehenden Welt leben und dem Jüngsten Tag entgegengehen; an ihm wird der wahre Zustand unsres Lebens vor Gott offenbar. Wir haben keine andere Hoffnung als die Gnade unseres Herrn Jesu Christi, der für uns gestorben und auferstanden ist. (Spieker [5], S. 327)
 
Abend
 
So spricht der HERR: Siehe, ich will das Geschick der Hütten Jakobs wenden und mich über seine Wohnungen erbarmen, und die Stadt soll wieder auf ihre Hügel gebaut werden, und die Burg soll stehen an ihrem rechten Platz. Und es soll aus ihr erschallen Lob- und Freudengesang; denn ich will sie mehren und nicht mindern, ich will sie herrlich machen und nicht geringer. Ihre Söhne sollen sein wie früher, und ihre Gemeinde soll vor mir fest gegründet stehen; denn ich will heimsuchen alle, die sie bedrängen. Und ihr Fürst soll aus ihrer Mitte kommen und ihr Herrscher von ihnen ausgehen; und er soll zu mir nahen, denn wer dürfte sonst sein Leben wagen und mir nahen? spricht der HERR. Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
Jer 30, 18-22 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Freitag

1. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und sammelten die ganze Abteilung um ihn. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König! und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.
Mt 27, 27-30 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Wort Gottes: Mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein Knecht David soll für immer ihr Fürst sein. Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein für immer. Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein, damit auch die Heiden erfahren, daß ich der HERR bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer unter ihnen sein wird.
Hes 37, 24-28 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Zum Anfang
 

Samstag

1. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Wort Jesu: Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, "euer Haus soll euch wüst gelassen werden". Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Mt 23, 37-39 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Vor unseren Augen steht das Gottesgericht, das in der Geschichte an der Stadt Jerusalem vollzogen wurde. Aus der Ewigkeit aber wächst uns die Gestalt des Königs entgegen, der im Kommen ist. Heil allen, die als treue Knechte Seiner harren! Sie dürfen Ihn grüßen: "Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn." (Spieker [5], S. 5)
 
Abend


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 04-11-22
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