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Lesung im Kirchenjahr
2. Sonntag im Advent
Der kommende Erlöser


Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag

 

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Lk 21, 28
 
Das Gebet des Herrn mündet in der Bitte, daß Gott uns erlösen wolle "von dem Übel", das heißt aus der Macht des Bösen. Wer um Erlösung bittet, der weiß, daß seine Gebundenheit stärker, sein Schade tiefer ist, als daß er selber oder irgend ein Mensch ihm helfen könnte. Dem aber, dem Erlösung verheißen ist, geziemt das erhobene Haupt und der aufwärts gerichtete Blick: beides als Sinnbild und Ausdruck der sieghaften Freudigkeit, die die Verzweiflung hinter sich gelassen hat, des verwärtsdrängenden Mutes, der sich vor nichts fürchtet, der alles überwindenden Hoffnung, die weiß: ich werde nicht zuschanden.
(Spieker [5], S. 6 f.)

Sonntag

2. SONNTAG IM ADVENT

 

Wochenspruch

 

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Wochenlied

 

Ihr lieben Christen, freut euch nun (EG 6)

Vorabend
 
Am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monats geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai: Sage zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu den übrigen vom Volk und sprich: Wer ist unter euch noch übrig, der dies Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr's nun? Sieht es nicht wie nichts aus? Aber nun, Serubbabel, sei getrost, spricht der HERR, sei getrost, Jeschua, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester! Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der HERR Zebaoth, nach dem Wort, das ich euch zusagte, als ihr aus Ägypten zogt; und mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht! Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttern. Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth. Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth. Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth.
Hagg 2, 1-9 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Diese Schau des neuen Tempels wird erfüllt werden, wenn die Fülle der Heidenvölker einströmen wird in die Kirche Jesu Christi. Gott bewegt den ganzen Erdkreis, daß die Heiden zu dem neuen Tempel hinaufziehen. Diese Bewegung ist auch heute mitten unter aller Gottlosigkeit zu spüren (Spieker [5], S. 9)
 
Alttestamentliche Lesung
 
So schau nun vom Himmel und sieh herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater; "Unser Erlöser", das ist von alters her dein Name.
[Warum läßt du uns, HERR, abirren von deinen Wegen und unser Herz verstocken, daß wir dich nicht fürchten? Kehr zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbe sind! Kurze Zeit haben sie dein heiliges Volk vertrieben, unsre Widersacher haben dein Heiligtum zertreten. Wir sind geworden wie solche, über die du niemals herrschtest, wie Leute, über die dein Name nie genannt wurde.]
Ach daß du den Himmel zerrissest und führest herab, daß die Berge vor dir zerflössen, wie Feuer Reisig entzündet und wie Feuer Wasser sieden macht, daß dein Name kundwürde unter Deinen Feinden und die Völker vor dir zittern müßten, wenn du Furchtbares tust, das wir nicht erwarten - und führest herab, daß die Berge vor dir zerflössen! - und das man von alters her nicht vernommen hat. Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohl tut denen, die auf ihn harren.
Jes 63, 15-16 (17-19a) 19b; 64, 1-3 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gott allein kann den ehernen Himmel aufsprengen und auf uns herabströmen lassen die Fülle Seiner Gnaden. Sein Geist treibt uns, inbrünstig zu rufen, daß Gott zu uns herabkomme und uns schauen lasse, was kein Auge geschaut, und hören, was kein Ohr gehöret hat. (Spieker [2], S. 17)
 
Epistel
 
So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.
Jak 5, 7-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Geduld ist das Darunterbleiben unter der Last. Der Landmann bleibt geduldig, auch wenn der Himmel ehern erscheint, und wartet mit der Erde auf den erquickenden Regen. So bleibt der Christ unter Leid und Not geduldig und wartet auf den Trost Gottes, gestärkt durch das Vorbild der Frommen und durch die Gewißheit des himmlischen Erntetages. (Spieker [5], S. 257 f.)
 
Evangelium
 
Wort Jesu: Es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wißt ihr selber, daß jetzt der Sommer nahe ist. So auch ihr: wenn ihr seht, daß dies alles geschieht, so wißt, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis es alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht.
Lk 21, 25-33 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die großen Erschütterungen der Welt, von denen wir Proben im irdischen Raum empfangen haben, sind Vorboten eines unerhörten Geschehens, welches von Gott her auf uns zukommt: das Offenbarwerden Christi als des eigentlichen Herrn der Geschichte. Er kommt, um Gericht zu halten über alles, was dem Willen Gottes widerstrebt. Er kommt zur Erlösung, um den innersten Kern der Menschen und Dinge frei zu legen und offenbar zu machen, wozu Gott sie geschaffen hat. Wir sind mitten auf dem Wege zu diesem Ziel. Das fordert von uns Wachheit und Bereitschaft. (Spieker [5], S. 7)
 
Abend
 
Des Gerechten Weg ist eben, den Steig des Gerechten machst du gerade. Wir warten auf dich, HERR, auch auf dem Wege deiner Gerichte; des Herzens Begehren steht nach deinem Namen und deinem Lobpreis. Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. Aber wenn dem Gottlosen Gnade widerfährt, so lernt er doch nicht Gerechtigkeit, sondern tut nur übel im Lande, wo das Recht gilt, und sieht des HERRN Herrlichkeit nicht. HERR, deine Hand ist erhoben, doch sie sehen es nicht. Aber sie sollen sehen den Eifer um dein Volk und zuschanden werden. Mit dem Feuer, mit dem du deine Feinde verzehrst, wirst du sie verzehren. Aber uns, HERR, wirst du Frieden schaffen; denn auch alles, was wir ausrichten, das hast du für uns getan.
[HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens. Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht auf; darum hast du sie heimgesucht und vertilgt und jedes Gedenken an sie zunichte gemacht. Du, HERR, mehrest das Volk, du mehrest das Volk, beweisest deine Herrlichkeit und machst weit alle Grenzen des Landes.]
Jes 26, 7-12 (13-15) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Recht Gottes, Sein heiliger Wille, Seine götliche Verheißung sollen ausstrahlen in die Welt. Die Kirche ist die Trägerin göttlicher Verheißung, durch sie soll das Recht Gottes in der Welt bezeugt werden. Das geschieht, wenn in ihr selber das Leben von Gottes Gerechtigkeit beherrscht und durchwaltet wird. (Spieker [5], S. 8)

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Montag

2. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Obwohl wir aber so reden, ihr Lieben, sind wir doch überzeugt, daß es besser mit euch steht und ihr gerettet werdet. Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient. Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.
Hebr 6,9-12 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gewiß zählt bei Gott das, was wir in der Vergangenheit Gutes getan haben: Werke der Nächstenliebe, Dienst an den Gliedern der Gemeinde. Aber der Gehorsam will immer wieder neu bewährt werden. Wir werden täglich in eine neue Lage gestellt, in der wir uns zu entscheiden haben zwischen Glauben und Unglauben. Uns stärkt der Ausblick auf das Ziel, das uns verbürgt wird durch Gottes Verheißung.(Spieker [5], S. 8)
 
Abend
 
HERR, Du bist mein Gott, dich preise ich; ich lobe deinen Namen. Denn du hast Wunder getan; deine Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig. Denn du hast die Stadt zum Steinhaufen gemacht, die feste Stadt, daß sie in Trümmern liegt, die Paläste der Fremden, daß sie nicht mehr eine Stadt seien und nie wieder aufgebaut werden. Darum ehrt dich ein mächtiges Volk, die Städte gewalttätiger Völker fürchten dich. Denn du bist der Geringen Schutz gewesen, der Armen Schutz in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten wie ein Unwetter im Winter, wie die Hitze in der Zeit der Dürre. Du demütigst der Fremden Ungestüm, wie du die Hitze brichst durch den Schatten der Wolken; du dämpfest der Tyrannen Siegesgesang. Und der HERR Zebaoth wird auf diesem Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist. Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind. Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der HERR hat's gesagt.
Jes 25, 1-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Herr der Geschichte thront über den Völkern, erst am Ende der Geschichte wird Sein unbegreifliches Handeln offenbar: Er hat die Paläste der Mächtigen zerstört und die Armen und Geringen durch die Schrecken des Endgerichtes wunderbar hindurchgerettet. Er wird die Decke von den Augen der Heiden wegnehmen, daß sie Ihn erkennen, der sie zu Seinem Freudenmahl ruft. Auch der letzte Feind, der Urheber von so viel Leid und Tränen, der Tod, wird aufgehoben werden. (Spieker [5], S. 66)

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Dienstag

2. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert: Ich weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt. Aber einiges habe ich gegen dich: du hast Leute dort, die sich an die Lehre Bileams halten, der den Balak lehrte, die Israeliten zu verführen, vom Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben. So hast du auch Leute, die sich in gleicher Weise an die Lehre der Nikolaïten halten. Tue Buße; wenn aber nicht, so werde ich bald über dich kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines Mundes. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.
Offb 2, 12-17 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wie schwer ist es, inmitten heidnischer Umgebung, ja am Ort, wo der "Satansthron" steht, den Namen Christi zu bezeugen! Heidnische Opfermahle mit ihren Ausschweifungen bedeuten auch für die junge Christengemeinde eine ernste Gefahr. Denen, die im Glauben stark und fest bleiben und alle Versuchung überwinden, verheißt der Geist das himmlische Manna und den neuen Namen, mit dem ihr wahres Wesen vor Gott benant wird. (Spieker [5], S. 316)
 
Abend
 
Alles sieht der HERR, und es mißfällt ihm sehr, daß kein Recht ist. Und er sieht, daß niemand auf dem Plan ist, und verwundert sich, daß niemand ins Mittel tritt. Da hilft er sich selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei. Er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt den Helm des Heils auf sein Haupt und zieht an das Gewand der Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Mantel. Nach den Taten wird er vergelten, mit Grimm seinen Widersachern, mit Vergeltung seinen Feinden; ja, den Inseln will er heimzahlen, daß der Name des HERRN gefürchtet werde bei denen vom Niedergang der Sonne und seine Herrlichkeit bei denen von ihrem Aufgang, wenn er kommen wird wie ein reißender Strom, den der Odem des HERRN treibt. Aber für Zion wird er als Erlöser kommen und für die in Jakob, die sich von der Sünde abwenden, spricht der HERR.
Jes 59, 15b-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Mittwoch

 

2. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Das sagt, der da hält die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben goldenen Leuchtern: Ich kenne deine Werke und deine Mühsal und deine Geduld und weiß, daß du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sagen, sie seien Apostel, und sind's nicht, und hast sie als Lügner befunden, und hast Geduld und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht müde geworden. Aber ich habe gegen dich, daß du die erste Liebe verläßt. So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte - wenn du nicht Buße tust. Aber das hast du für dich, daß du die Werke der Nikolaïten hassest, die ich auch hasse. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.
Offb 2, 1-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Was nützen alle Werke, geistlicher Eifer, ja selbst die Bereitschaft zum Martyrium, wenn die Glut der Christusliebe erloschen ist! Ohne diese Kraft sind alle christlichen Werke tot. Es trifft sie das Wort des Apostels; "... und hätte der Liebe nicht so wäre mir's nichts nütze." Hier gibt es nur eine Rettung: radikale Umkehr, Neubesinnung auf den Ursprung alles christlichen Lebens, Rückkehr zu der Liebe, mit der wir geliebt wurden.(Spieker [5], S. 9)
 
Abend
 
So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Und wer ist mir gleich? Er rufe und verkünde es und tue es mir dar! Wer hat vorzeiten kundgetan das Künftige? Sie sollen uns verkündigen, was kommen wird! Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht! Habe ich's dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen! Ist auch ein Gott außer mir? Es ist kein Fels, Ich weiß ja keinen. Die Götzenmacher sind alle nichtig; woran ihr Herz hängt, das ist nichts nütze. Und ihre Zeugen sehen nichts, merken auch nichts, damit sie zuschanden werden.
Jes 44, 6-9 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Donnerstag

 

2. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
{Denn} Wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel. Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, daß wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden, weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden. Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat. So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn. Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, daß wir ihm wohlgefallen. Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.
2.Kor 5, 1-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In der Hinfälligkeit unserer irdischen Leibeshütte sehnen wir uns nach der Bekleidung mit dem himmlischen Leibe. Der Geist, das Pfand des himmlischen Erbes, stärkt uns zur Bewährung in unserm irdischen Wandel. (Spieker [5], S. 315)
 
Abend
 
Zu derselben Zeit, spricht der HERR, will ich der Gott aller Geschlechter Israels sein, und sie sollen mein Volk sein. So spricht der HERR: Das Volk, das dem Schwert entronnen ist, hat Gnade gefunden in der Wüste; Israel zieht hin zu seiner Ruhe. Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Wohlan, ich will dich wiederum bauen, daß du gebaut sein sollst, du Jungfrau Israel; du sollst dich wieder schmücken, Pauken schlagen und herausgehen zum Tanz. Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias; pflanzen wird man sie und ihre Früchte genießen. Denn es wird die Zeit kommen, daß die Wächter auf dem Gebirge Ephraim rufen: Wohlauf, laßt uns hinaufziehen nach Zion zum HERRN, unserm Gott! Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat seinem Volk geholfen, dem Rest Israels!
Jer 31, 1-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Ein Adventklang im Alten Bund: wie Gott dem Volk Israel nach Krieg und Schrecken Seine Güte erzeigen und Sein Land und Seine Hauptstadt wieder aufbauen will, so soll auch uns offenbar werden, daß in allen Schickungen und Gerichten die Güte Gottes am Werke war, die uns zu Ihm ziehen will. Von dieser ewigen Gnade dürfen die Priester Gottes durch ihren Dienst Zeugnis ablegen. (Spieker [5], S. 16)

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Freitag

 

2. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Und als es Tag wurde, versammelten sich die Ältesten des Volkes, die Hohenpriester und Schriftgelehrten und führten ihn vor ihren Rat und sprachen: Bist du der Christus, so sage es uns! Er sprach aber zu ihnen: Sage ich's euch, so glaubt ihr's nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht. Aber von nun an wird der Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr sagt es, ich bin es. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir noch eines Zeugnisses? Wir haben's selbst gehört aus seinem Munde.
Lk 22, 66-71 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. Und es sollen zu der Zeit viele Völker sich zum HERRN wenden und sollen mein Volk sein, und ich will bei dir wohnen. - Und du sollst erkennen, daß mich der HERR Zebaoth zu dir gesandt hat. - Und der HERR wird Juda in Besitz nehmen als sein Erbteil in dem heiligen Lande und wird Jerusalem wieder erwählen. Alles Fleisch sei stille vor dem HERRN; denn er hat sich aufgemacht von seiner heiligen Stätte!
Sach 2, 14-17 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zion ist Gleichnis für das erlöste und vollendete Gottesvolk. Ihm gilt die Verheißung, daß Gott selber bei ihm Wohnung nimmt und in seiner Mitte weilt. Diese Verheißung geht in Erfüllung, wo Christus durch den Geist zu dem einzelnen Glied des Gottesvolkes kommt und es der Gegenwart Gottes froh und gewiß macht. (Spieker [5], S. 9)

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Samstag

 

2. SONNTAG IM ADVENT

Morgen
 
Wir wollen euch {aber}, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen. Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.
1.Thess 4, 13-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Christen haben einen festen Trost und eine gewisse Hoffnung, denn sie glauben daran, daß "Jesus gestorben und auferstanden ist". Sie haben die Verheißung Seiner Wiederkunft, sie sind unlöslich durch das Band der Hoffnung mit Ihm verbunden. Seine Stimme dringt auch durch Gräber, sie weckt Tote auf. Zuletzt ist das Ziel dieser Hoffnung ganz einfach: "wir werden bei dem Herrn sein allezeit." (Spieker [5], S. 317)
 
Abend


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 04-11-22
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