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Lesung im Kirchenjahr
Letzter Sonntag im Kirchenjahr
Die ewige Stadt


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Laßt  eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen
Luk 12, 35 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In zwei Bildern wird die Bereitschaft beschrieben, zu der wir alle aufgerufen sind: Der Krieger ist "gegürtet", daß er in jedem Augenblick dem Befehl folgen kann, bereit zum Aufbruch und zum Kampf: und daß das Licht in der Hand der Jungfrau brennend geblieben ist, ist das Sinnbild für die Wachheit der Seele, die von dem Licht Gottes erleuchtet ist. Die nie versagende Zucht des ganzen Wesens und der nie versagende Eifer des brennenden Herzens finden das Tor der himmlischen Freude offen. "Laß uns bereit sein, Dir zu dienen; laß uns wach sein für Dein Gebot!" 
(Spieker [5], S. 326)

Sonntag

LETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR
EWIGKEITSSONNTAG

 

Wochenspruch

 

Laßt eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen

Wochenlied

 

Wachet auf, ruft uns die Stimme (EG 147)


Vorabend
 
Lobt den Herrn, all ihr seine Auserwählten, haltet Freudentage und preist ihn! Jerusalem, du Gottesstadt, Gott hat dich gezüchtigt um deiner Werke willen; aber er wird sich über dich wieder erbarmen. Danke dem Herrn für dein Glück und preise den ewigen Gott; so wird er seine Hütte in dir wieder bauen und alle deine Gefangenen zurückrufen, daß du dich ewig freuen kannst. Du wirst in hellem Glanze leuchten, und an allen Enden der Erde wird man dich ehren. Aus fernen Ländern werden die Völker zu dir kommen; sie werden Geschenke bringen und in deiner Mitte den Herrn anbeten, und dein Land werden sie heilig halten; den großen Namen des Herrn werden sie in dir anrufen. Verflucht werden alle sein, die dich verachten; verdammt werden alle sein, die dich lästern; gesegnet werden alle sein, die dich bauen. Du aber wirst dich freuen über deine Kinder; denn sie werden alle gesegnet und versammelt werden zum Herrn. Wohl allen, die dich lieben und sich über dein Heil freuen! Lobe den Herrn, meine Seele! Denn er wird seine Stadt Jerusalem erlösen. Wohl mir, wenn auch nur meine letzten Nachkommen die Herrlichkeit Jerusalems sehen werden! Die Tore Jerusalems werden aus Saphir und Smaragd gebaut werden und aus Edelsteinen ringsum all seine Mauern. Mit weißem und reinem Marmor werden alle seine Gassen gepflastert werden, und auf allen seinen Straßen wird man Halleluja singen. Gelobt sei der Herr, der seine Stadt wieder gebaut hat, und er herrsche über sie in Ewigkeit! Amen. Hier endet der Lobgesang des Tobias.
Tob 13, 9-22 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wenn am Abend der Welt der Herr sich Seines Volkes erbarmen wird, dann wird Er in seiner Mitte wohnen. Seine Herrlichkeit wird ausstrahlen auf alle, die in die Stadt Gottes eingehn, und Er wird sich verherrlichen an Seinen Kindern. Ja, von den Baustoffen der irdischen Welt werden die edelsten zum Aufbau der ewigen Gottesstadt dienen. (Spieker [5], S. 329)
 
Vorabend Alt.
 
Und es geschah des HERRN Wort: So spricht der HERR Zebaoth: Ich eifere für Zion mit großem Eifer und eifere um seinetwillen in großem Zorn. So spricht der HERR: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem eine Stadt der Treue heißen soll und der Berg des HERRN Zebaoth ein heiliger Berg. So spricht der HERR Zebaoth: Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in der Hand vor hohem Alter, und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen. So spricht der HERR Zebaoth: Erscheint dies auch unmöglich in den Augen derer, die in dieser Zeit übriggeblieben sind von diesem Volk, sollte es darum auch unmöglich erscheinen in meinen Augen? spricht der HERR Zebaoth. So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne und will sie heimbringen, daß sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.
Sach 8, 1-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude, und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.
[Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.]
Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des HERRN, und ihre Nachkommen sind bei ihnen. Und es soll geschehen: ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muß Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der HERR.
Jes 65, 17-19 (20-22) 23-25 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Schon der Prophet des Alten Bundes hat das Wort vom neuen Himmel und der neuen Erde gehört als eine Verheißung der Wiederkehr des Paradieses, wo alle Geschöpfe in Frieden beieinander wohnen. Aber erst der Seher des Neuen Bundes schaut das Wunder der neuen Schöpfung verwirklicht, denn er weiß um die Kraft der Auferstehung Christi, von der aus die ganze Welt erneuert wird, er weiß um das Wunder der Gotteskindschaft, mit der die gefallene Menschheit begnadet wird. (Spieker [5], S. 327)
 
Epistel
 
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.
Offb 21, 1-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die neue Schöpfung, die angefangen hat mit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten, schaut der Seher vollendet im neuen Himmel und der neuen Erde. Die heilige Stadt Jerusalem ist der Ort göttlicher Gegenwart und vollkommener Gottesgemeinschaft, die keine Träne und kein Leid mehr trübt. Die Sünde, die trennend zwischen Gott und den Menschen stand, ist abgetan, Damit hat der Tod sein Recht und seine Gewalt verloren. (Spieker [5], S. 316)
 
Evangelium
 
Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen. Aber fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit. Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen. Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zum Kaufmann und kauft für euch selbst. Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wißt weder Tag noch Stunde.
Matth 25, 1-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Gleichnis von der Bereitschaft: in der Stunde der Ankunft des Bräutigams wird offenbar, wer sich bereitet hat und wer nicht. Mitten durch die Schar der zehn Jungfrauen läuft der Trennungsschnitt - so wird er auch mitten durch die Gemeinde gehn. Darum gilt es, zu leben auf den "Tag" hin und auf die "Stunde", die uns verborgen sind. Nur wer sich täglich bereitet mit Wachen und Beten, wird mit dem himmlischen Bräutigam eingehn zum Freudenmahl. (Spieker [5], S. 327)

 
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GEDENKEN DER ENTSCHLAFENEN

 

Tagesspruch

 

Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.

Tageslied

 

Warum sollt ich mich denn grämen (EG 370)

Vorabend
 
HERR, wenn Trübsal da ist, so suchen wir dich; wenn du uns züchtigst, sind wir in Angst und Bedrängnis. Gleich wie eine Schwangere, wenn sie bald gebären soll, sich ängstigt und schreit in ihren Schmerzen, so geht's uns auch, HERR, vor deinem Angesicht. Wir sind auch schwanger, und uns ist bange, und wenn wir gebären, so ist's Wind. Wir können dem Lande nicht helfen, und Bewohner des Erdkreises können nicht geboren werden. Aber deine Toten werden leben, deine Leichname werden auferstehen. Wachet auf und rühmet, die ihr liegt unter der Erde! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Toten herausgeben.
Jes 26, 16-19 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
Es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen. Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande. Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
Dan 12, 1b-3 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Ob unsere Namen im Himmel geschrieben sind und wir zum Volk Gottes gehören oder ob wir verworfen werden zu ewiger Schmach und Schande - das entscheidet allein der Urteilsspruch Gottes, der unser wahres Wesen offenbar macht. (Spieker [5], S. 359)
 
Epistel
 
Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit was für einem Leib werden sie kommen? Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib. So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.
1.Kor 15, 35-38.42-44a Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zwischen dem irdischen Menschen und der himmlischen Lichtgestalt seines Leibes steht der Tod, das Gericht über sein irdisches Dasein, die radikale Verwandlung seines Wesens und seiner Gestalt. Die Merkmale des irdischen Leibes sind abgetan, die neue Leiblichkeit strahlt in unverweslicher Herrlichkeit und Kraft. (Spieker [5], S. 314 f.)
 
Evangelium
 
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, daß die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
Joh 5, 24-29 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gottes größtes Wunder ist die Auferweckung der Toten. Der Herr mahnt uns, dabei nicht nur an die Gestorbenen zu denken. Menschen können tot sein in Sünden, wenn sie ohne Glauben und Liebe sind. Wenn die Lebensbotschaft Christi zu ihnen kommt und von ihnen aufgenommen wird, so ist das kein geringeres Wunder, als wenn der Ruf des Lebens durch die Gräber dringt. Gottes Gericht vollzieht sich an uns mit strenger Folgerichtigkeit darin, daß wir im Leben den Ruf Christi hören oder uns ihm verschließen. (Spieker [5], S. 360 f.)

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Montag

LETZTER SONNTAG


Morgen
 
{Und} Mose stieg aus dem Jordantal der Moabiter auf den Berg Nebo, den Gipfel des Gebirges Pisga, gegenüber Jericho. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land: Gilead bis nach Dan und das ganze Naftali und das ganze Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer im Westen und das Südland und die Gegend am Jordan, die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar. Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es deinen Nachkommen geben. - Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinübergehen. So starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des HERRN. Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag. Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht verfallen.
[Und die Israeliten beweinten Mose im Jordantal der Moabiter dreißig Tage, bis die Zeit des Weinens und Klagens über Mose vollendet war.]
5.Mose 34, 1-7 (8) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der alte Gotteszeuge darf das verheißene Land nur aus der Ferne sehn, aber sein Fuß darf es nicht betreten. So bleibt die Gemeinde immer im Warten: sie darf mit den Augen des Glaubens die zukünftige Herrlichkeit schauen, aber sie muß auf Erden sich genügen lassen an Gottes Verheißung. (Spieker [5], S. 164)
 
Abend
 
Denn ihr seid nicht gekommen zu dem Berg, den man anrühren konnte und der mit Feuer brannte, und nicht in Dunkelheit und Finsternis und Ungewitter und nicht zum Schall der Posaune und zum Ertönen der Worte, bei denen die Hörer baten, daß ihnen keine Worte mehr gesagt würden; denn sie konnten's nicht ertragen, was da gesagt wurde: »Und auch wenn ein Tier den Berg anrührt, soll es gesteinigt werden.« Und so schrecklich war die Erscheinung, daß Mose sprach: »Ich bin erschrocken und zittere.« Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut. Seht zu, daß ihr den nicht abweist, der da redet. Denn wenn jene nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden redete, wieviel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom Himmel redet.
Hebr 12, 18-25 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gesetz und Evangelium treten einander gegenüber, dargestellt durch den Berg Sinai und den Berg Zion: dort eine Welt, die Furcht und Schrecken erweckt - Dunkel und Finsternis, aus denen die Feuerlohe schlägt, der Hall der Posaune erklingt - hier die ewige Gottesstadt, Stätte der vollendeten Gerechten, anstelle der unerbittlichen Forderung das Blut Christi, durch welches unsere Schuld gesühnt wird. (Spieker [5], S. 52)

 
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Dienstag

LETZTER SONNTAG

Morgen
 
Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr früher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.« Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht; denn ihr wißt, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.
1.Petr 1, 13-21 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Frucht des Dienstes Christi ist unsere Erlösung; das Lösegeld, welches für uns gezahlt worden ist, ist Sein heiliges, teures Blut und Sein unschuldiges Leiden und Sterben. In diesem Opfer steckt stärkste verpflichtende Kraft, es verpflichtet uns zu einem Wandel in Gehorsam und Zucht.
 
Abend
 
In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des HERRN Zebaoth hat's geredet. Ein jedes Volk wandelt im Namen seines Gottes, aber wir wandeln im Namen des HERRN, unseres Gottes, immer und ewiglich!
[Zur selben Zeit, spricht der HERR, will ich die Lahmen sammeln und die Verstoßenen zusammenbringen und die ich geplagt habe. Und ich will den Lahmen geben, daß sie viele Erben haben, und will die Verstoßenen zum großen Volk machen. Und der HERR wird König über sie sein auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit. Und du, Turm der Herde, du Feste der Tochter Zion, zu dir wird kommen und wiederkehren die frühere Herrschaft, das Königtum der Tochter Jerusalem.]
Micha 4, 1-5 (6-8) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Mittwoch

LETZTER SONNTAG

Morgen
 
{Denn} wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird's klar machen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
1.Kor 3, 9-15 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Grund der Kirche liegt fest, "ist gelegt" - dies göttliche Perfektum macht ihn unantastbar für alle Zeiten. An diesem Grund muß sich messen lassen, was Menschen in Jahrhunderten darauf bauen. Das Gericht Gottes wird offenbar machen, ob es dem Fundament gemäß war oder nicht.
 
Abend
 
Und der Mann {er} führte mich wieder zum Tor im Osten. Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam von Osten und brauste, wie ein großes Wasser braust, und es ward sehr licht auf der Erde von seiner Herrlichkeit. Und es war ganz so wie das Gesicht, das ich geschaut hatte, als der Herr kam, um die Stadt zu zerstören, und wie das Gesicht, das ich gesehen hatte am Fluß Kebar. Da fiel ich nieder auf mein Angesicht. Und die Herrlichkeit des HERRN kam hinein ins Tempelhaus durch das Tor, das nach Osten liegt. Da hob mich der Geist auf und brachte mich in den inneren Vorhof; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus. Und ich hörte einen mit mir reden vom Hause heraus, während der Mann neben mir stand. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, das ist der Ort meines Thrones und die Stätte meiner Fußsohlen; hier will ich für immer wohnen unter den Israeliten.
Hes 43, 1-7a Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Donnerstag

LETZTER SONNTAG

Morgen
 
Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! Betet zugleich auch für uns, daß Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich auch in Fesseln bin, damit ich es offenbar mache, wie ich es sagen muß. Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus. Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, daß ihr wißt, wie ihr einem jeden antworten sollt.
Kol 4, 2-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wachsein im Gebet! Es gilt, zu hören auf das, was Gott uns im Gebet sagen läßt; es gilt wach zu sein für die Anliegen, die uns befohlen sind; es gilt wach zu sein für die Gelegenheiten, die uns zum Wirken geschenkt sind. Aus solchem Wachsein der Seele folgt die rechte Haltung gegenüber den Menschen und das rechte Wort zur Verantwortung unsres Glaubens. (Spieker [5], S. 156)
 
Abend
 
{Denn} Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus, der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben. Darum ermahnt euch untereinander, und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut. Wir bitten euch aber, liebe Brüder, erkennt an, die an euch arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch ermahnen; habt sie um so lieber um ihres Werkes willen. Haltet Frieden untereinander. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann. Seht zu, daß keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann.
1.Thess 5, 9-15 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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Freitag

LETZTER SONNTAG

Morgen
 
Aber Jesus schrie abermals laut und verschied. Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
Matth 27, 50-54 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Abend
 
Wir haben einen Altar, von dem zu essen kein Recht haben, die der Stiftshütte dienen. Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohenpriester als Sündopfer in das Heilige getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt. Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So laßt uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. So laßt uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergeßt nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.
Hebr 13, 10-16 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das ist unser Trost, daß Der mit uns durch die Zeiten geht, dem Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft gehören. (Spieker [5], S. 35)

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Samstag

LETZTER SONNTAG


Morgen
 
Der Engel {Und er} führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas. Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. Und man wird die Pracht und den Reichtum der Völker in sie bringen. Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Greuel tut und Lüge, sondern allein, die geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes.
Offb 21, 10-14. 21-27 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die himmlische Gottesstadt wird ganz von Licht durchflutet sein, es trübt sie kein Flecken mehr und kein Schatten. Sie ist auferbaut auf dem Grund der Apostel, ihre Tore tragen die Namen der zwölf Stämme des Gottesvolkes. Aber auch "die Schätze der Völker" wird man in sie bringen - alles, was edel und groß war bei den Völkern, wird dort erst in seinem wahren Licht leuchten. Sie bedarf keines Tempels mehr, denn die vollkommene Gottesgemeinschaft wird mehr sein als alles, was der alte Tempel verheißen hat. - "Wollte Gott, es wäre alles vollendet und die neue Erde läge im Licht des neuen Himmels vor uns ausgebreitet und wir wären daheim" (L. A. Petri) (Spieker [5], S. 330)
 
Abend


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 04-11-24
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