Lesung im Kirchenjahr
Gedenktage
Juli bis Dezember


02.07.   03.07.
22.07.   25.07.
10.08.   24.08.
29.08.   21.09.
29.09.   18.10.
28.10.   31.10.
01.11.   30.11.
21.12.   26.12.
27.12.   28.12.

2. Juli

HEIMSUCHUNG MARIÄ


 
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3. Juli oder
21. Dezember

 

APOSTEL THOMAS

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten,
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.
(Jes 52, 7) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Halt im Gedächtnis Jesus Christ (EG 405, 1-3.6)

Epistel
 
Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht müde, sondern wir meiden schändliche Heimlichkeit und gehen nicht mit List um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott. Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist's denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, daß er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.
2.Kor 4, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gott hat die Apostel erweckt zum Zeugnis von der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. (Spieker, S. 319)

Evangelium
 
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, den Weg wißt ihr. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Joh 14, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 

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22. Juli

MARIA MAGDALENA

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.
(Jes 52, 7) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied
oder

 

Erstanden ist der heilig Christ (EG 105 [1-4.7-10.13-17])
Wach auf mein Herz, die Nacht ist hin (EG 114, 1.2.5.9)

Epistel
 
Die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, daß, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.
2.Kor 5, 14-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
An einer Stelle ist die Welt wirklich anders geworden: in Christus ist sie in das ursprüngliche Kindesverhältnis zurückgeführt, d. i. versöhnt, die rechte Gottesordnung, die durch den Sündenfall zerstört war, ist wieder hergestellt. Wer an dem neuen Sein in Christo Anteil hat, der hat auch teil an Christi Gerechtigkeit, d. h. dem völligen Zusammenklang mit Gottes Willen und Ordnung. (Spieker, S. 135)
 
Evangelium
 
Am ersten Tag der Woche kommt Maria von Magdala früh, als es noch finster war, zum Grab und sieht, daß der Stein vom Grab weg war. Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus dem Grab, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Da ging Petrus und der andere Jünger hinaus, und sie kamen zum Grab. Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.
Joh 20, 1-3.11-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Stimme des Auferstandenen dringt bis in die Tiefe des Erdenschmerzes und ruft die Trauernde bei ihrem Namen - darin erfährt Maria das Wunder neuer persönlicher Gemeinschaft. Sie wird zur Botin an die Jünger, durch ihren Mund werden sie zur Bruderschaft mit dem Auferstandenen berufen (Spieker, S. 122)

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25. Juli

APOSTEL JAKOBUS DER ÄLTERE

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.
(Jes 52, 7) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Herzlich tut mich erfreuen (EG 148, 1-3.9)

Epistel
 
Wir wissen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluß berufen sind. Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, daß sie gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht. Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Röm 8, 28-32 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Von der Herrlichkeit der Berufung und Erwählung zur Jüngerschaft und der unlöslichen Verbundenheit mit Gott durch das Geschenk der Liebe Christi. (Spieker [5], S. 346)
 
Evangelium
 
Da trat zu Jesus die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen, fiel vor ihm nieder und wollte ihn um etwas bitten. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wißt nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie antworteten ihm: Ja, das können wir. Er sprach zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater.
Matth 20, 20-23 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Weg zur Höhe führt nur durch die Tiefe, und der Gang zur Krone ist ein Gang durch Kreuz und Leiden. Wer nicht bereit ist, den Kelch zu trinken, den derHerr trank, und sich mit der Taufe taufen zu lassen, mit der der Herr getauft wurde, wird nie seiner Herrlichkeit teilhaftig werden. (Spieker [5], S. 346 f.)
 

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10. August

MÄRTYRER LAURENTIUS

 

Tagesspruch

 

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. Dir will ich Dank opfern und des HERRN Namen anrufen. (Ps. 116, 15. 17)

Tageslied

 

Liebe, die du mich zum Bilde (EG 401, 1.3.5.7)

Epistel
 
Ich meine dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.« Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
2.Kor 9, 6-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Fra Giovanni Angelico hat auf einem Bilde eine Gruppe von Armen dargestellt, welche Gaben der Kirche empfangen sollen. Sie stehen ehrfürchtig und demütig - nicht gedemütigt! - da, in Bereitschaft, sich beschenken zu lassen. Sie empfangen die Gaben als Gaben eines milden und gütigen Herrn. In Seinem Dienst stehen die Menschen, die solche Gaben verteilen dürfen, und ebenso die, welche sie darbringen. (Spieker [5], S. 347 f.)
 
Evangelium
 
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt haßt, der wird's erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
Joh 12, 24-26 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
In den Katakomben feierten die Christen das Herrenmahl über dem Märtyrergrab. Das steinerne Troggrab barg die Gebeine des Märtyrers, auf der Deckplatte darüber standen zwischen brennenden Lichtem die heiligen Gaben, mit denen die Gemeinde das unvergängliche Leben ihres Herrn empfing. Erschütternder kann der Gemeinde nicht vor Augen geführt werden, daß sie selber vom Opfer lebt, daß sie gespeist wird vom Opfer ihres Herrn und dem Opfer seiner Nachfolger. Dann wird die feiernde Gemeinde in das Geheimnis der echten Wandlung hineingezogen, deren die Märtyrer in ihrem Tode teilhaftig wurden, wenn am Vorbild der Märtyrer sich die Christusliebe entzündet, welche nur noch dienen und opfern will. (Spieker [5], S. 348)

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24. August

APOSTEL BARTHOLOMÄUS

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten,
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen. (Jes 52, 7)
 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Gib dich zufrieden und sei stille (EG 371, 1.2.14.15)

Epistel
 
Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
2.Kor 4, 7-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Im Leiden und in der Verfolgung der Apostel wird die überschwengliche Kraft Gottes offenbar. (Spieker [5], S. 349)
 
Evangelium
 
Es erhob sich auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte gelten solle. Er aber sprach zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Vornehmste wie ein Diener. Denn wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist's nicht der, der zu Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seid's, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich zueignen, wie mir's mein Vater zugeeignet hat, daß ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.
Luk 22, 24-30 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Von der Vornehmheit des Dienens und von der Berufung der Jünger zu den himmlischen Thronen. (Spieker [5], S. 349)

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29. August

ENTHAUPTUNG JOHANNES DES TÄUFERS

 

Tagesspruch

 

Der Tod seiner Heiligen wiegt schwer vor dem HERRN. Dir will ich Dank opfern und des HERRN Namen anrufen.(Ps. 116, 15. 17)
Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

In dich hab ich gehoffet, Herr (EG 275, 1.3.5.6)


Vorabend
 
Der heilige Geist, der ein Geist der Zucht ist, flieht die Falschheit und weicht von den ruchlosen Gedanken und wird geschmäht, wenn Ungerechtigkeit ihm naht. Die Weisheit ist ein Geist, der den Menschen liebt; doch läßt sie den Lästerer nicht unbestraft für seine Reden. Denn Gott ist Zeuge seiner heimlichsten Gedanken und erkennt in Wahrheit sein Herz und hört seine Worte. Der Erdkreis ist erfüllt vom Geist des Herrn, und der das All umfaßt, hat Kenntnis von jedem Wort. Darum kann keiner verborgen bleiben, der Unrechtes redet; und das Recht, das ihn bestrafen soll, wird ihn nicht verfehlen. Denn die Pläne des Gottlosen müssen vor Gericht, und seine Reden sollen vor den Herrn kommen, damit seine Übertretungen bestraft werden. Denn das Ohr des eifernden Gottes hört alles, und das Gerede der Murrenden bleibt nicht verborgen.
Weish 1, 5-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
oder
 
Achte auf das Wort des Königs; aber wenn du einen Eid bei Gott leisten sollst, so übereile dich nicht! Geh von seinem Angesicht weg und halte dich nicht zu einer bösen Sache; denn er tut alles, was er will. In des Königs Wort ist Gewalt, und wer darf zu ihm sagen: Was machst du? Wer das Gebot hält, der will nichts von einer bösen Sache wissen; denn des Weisen Herz weiß um Zeit und Gericht. Denn jedes Vorhaben hat seine Zeit und sein Gericht, und des Menschen Bosheit liegt schwer auf ihm. Denn er weiß nicht, was geschehen wird, und wer will ihm sagen, wie es werden wird? Der Mensch hat keine Macht, den Wind aufzuhalten, und hat keine Macht über den Tag des Todes, und keiner bleibt verschont im Krieg, und das gottlose Treiben rettet den Gottlosen nicht. Das alles hab ich gesehen und richtete mein Herz auf alles Tun, das unter der Sonne geschieht zur Zeit, da ein Mensch herrscht über den andern zu seinem Unglück. Und weiter sah ich Gottlose, die begraben wurden und zur Ruhe kamen; aber die recht getan hatten, mußten hinweg von heiliger Stätte und wurden vergessen in der Stadt. Das ist auch eitel. Weil das Urteil über böses Tun nicht sogleich ergeht, wird das Herz der Menschen voll Begier, Böses zu tun. Wenn ein Sünder auch hundertmal Böses tut und lange lebt, so weiß ich doch, daß es wohlgehen wird denen, die Gott fürchten, die sein Angesicht scheuen. Aber dem Gottlosen wird es nicht wohlgehen, und wie ein Schatten werden nicht lange leben, die sich vor Gott nicht fürchten.
Pred 8, 2-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
[{Und} Es geschah des HERRN Wort zu mir: Jeremia, was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen erwachenden Zweig. Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen über meinem Wort, daß ich's tue. Und es geschah des HERRN Wort zum zweitenmal zu mir: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen siedenden Kessel überkochen von Norden her. Und der HERR sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil losbrechen über alle, die im Lande wohnen. Denn siehe, ich will rufen alle Völker der Königreiche des Nordens, spricht der HERR, daß sie kommen sollen und ihre Throne setzen vor die Tore Jerusalems und rings um die Mauern her und vor alle Städte Judas.]
Und ich will mein Gericht über sie ergehen lassen um all ihrer Bosheit willen, daß sie mich verlassen und andern Göttern opfern und ihrer Hände Werk anbeten. So gürte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete. Erschrick nicht vor ihnen, auf daß ich dich nicht erschrecke vor ihnen! Denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Säule, zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande wider die Könige Judas, wider seine Großen, wider seine Priester, wider das Volk des Landes, daß, wenn sie auch wider dich streiten, sie dir dennoch nichts anhaben können; denn ich bin bei dir, spricht der HERR, daß ich dich errette.
Jer 1, (11-15) 16-19 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Solche, die Gott fürchten, sind schwer zu erschrecken. Sie kennen Einen, der mehr zu fürchten ist als die Drohungen der Menschen. - An Johannes »geschah« der Befehl Gottes in der Wüste. Weil Gottes Auftrag hinter ihm steht, darum wird er zur »eisernen Säule« und zur »ehernen Mauer«. Er tritt vor den König, vor die Oberen und vor das ganze Volk. Er bleibt auch im Tode der unüberwindliche Zeuge der göttlichen Wahrheit (Spieker [5], S. 350)
 
Epistel
 
Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium, für welches ich leide bis dahin, daß ich gebunden bin wie ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie die Seligkeit erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit. Das ist gewißlich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mit leben; dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
2.Tim 2, 8-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Mitten im Todesschicksal der Welt halten wir uns das Gedächtnis der Auferstehung des Herrn gegenwärtig. Durch Seine Gegenwart wird unser Sterben ein Mit-Sterben mit Christus, durch Ihn werden wir zum Leiden fähig, durch Ihn schmecken wir hier schon Kräfte der zukünftigen Welt, (Spieker [5], S. 153)
 
Evangelium
 
{Und es} Das Wirken Jesu kam dem König Herodes zu Ohren; denn der Name Jesu war nun bekannt. Und die Leute sprachen: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; darum tut er solche Taten. Einige aber sprachen: Er ist Elia; andere aber: Er ist ein Prophet wie einer der Propheten. Als es aber Herodes hörte, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferstanden. Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergriffen und ins Gefängnis geworfen um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus; denn er hatte sie geheiratet. Johannes hatte nämlich zu Herodes gesagt: Es ist nicht recht, daß du die Frau deines Bruders hast. Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn töten und konnte es nicht. Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wußte, daß er ein frommer und heiliger Mann war, und hielt ihn in Gewahrsam; und wenn er ihn hörte, wurde er sehr unruhig; doch hörte er ihn gern. Und es kam ein gelegener Tag, als Herodes an seinem Geburtstag ein Festmahl gab für seine Großen und die Obersten und die Vornehmsten von Galiläa. Da trat herein die Tochter der Herodias und tanzte und gefiel Herodes und denen, die mit am Tisch saßen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte von mir, was du willst, ich will dir's geben. Und er schwor ihr einen Eid: Was du von mir bittest, will ich dir geben, bis zur Hälfte meines Königreichs. Und sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des Täufers. Da ging sie sogleich eilig hinein zum König, bat ihn und sprach: Ich will, daß du mir gibst, jetzt gleich auf einer Schale, das Haupt Johannes des Täufers. Und der König wurde sehr betrübt. Doch wegen des Eides und derer, die mit am Tisch saßen, wollte er sie keine Fehlbitte tun lassen. Und sogleich schickte der König den Henker hin und befahl, das Haupt des Johannes herzubringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und trug sein Haupt herbei auf einer Schale und gab's dem Mädchen, und das Mädchen gab's seiner Mutter. Und als das seine Jünger hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.
Mark 6, 14-29 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Täufer ist herausgehoben aus einer Welt, aus welcher der Geruch von Fäulnis und Verwesung aufsteigt, als der Zeuge der Wahrheit Gottes, die man nicht umbringen kann. Der Täufer redet zu dem König, der ihn enthauptet hat, noch nach seinem Tode in schreckenden Bildern als die mahnende Stimme, die nicht zum Schweigen gebracht werden kann. Er redet zu uns als der treue Zeuge, der uns auf den Weg der Wahrheit ruft. (Spieker [5], S. 350)

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21. September

APOSTEL UND EVANGELIST MATTHÄUS

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.
(Jes 52, 7) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Mir nach, spricht Christus, unser Held (EG 385, 1.2.5.6)

Alttestamentliche Lesung
 
Die den Herrn fürchten, glauben seinem Wort; und die ihn liebhaben, bleiben auf seinen Wegen. Die den Herrn fürchten, tun, was ihm gefällt; und die ihn liebhaben, freuen sich an seinem Gesetz. Die den Herrn fürchten, machen ihr Herz bereit und demütigen sich vor ihm und sagen: Wir wollen lieber in die Hände des Herrn fallen als in die Hände der Menschen; denn seine Barmherzigkeit ist ja so groß, wie er selber ist.
Sir 2,18-23 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
oder
 
{Und er} Gott sprach zu mir: Du Menschenkind, geh hin zum Hause Israel und verkündige ihnen meine Worte. Denn ich sende dich ja nicht zu einem Volk, das unbekannte Worte und eine fremde Sprache hat, sondern zum Hause Israel, nicht zu vielen Völkern, die unbekannte Worte und eine fremde Sprache haben, deren Worte du nicht verstehen könntest. Und wenn ich dich zu solchen sendete, würden sie dich gern hören. Aber das Haus Israel will dich nicht hören, denn sie wollen mich nicht hören; denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und verstockte Herzen. Siehe, ich habe dein Angesicht so hart gemacht wie ihr Angesicht und deine Stirn so hart wie ihre Stirn. Ja, ich habe deine Stirn so hart wie einen Diamanten gemacht, der härter ist als ein Kieselstein. Darum fürchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren! Und geh hin zu den Weggeführten deines Volks und verkündige ihnen und sprich zu ihnen: »So spricht Gott der HERR!«, sie hören oder lassen es.
Hes 3, 4-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Epistel
 
Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter? Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen? Strebt aber nach den größeren Gaben!
1.Kor 12, 27-31a Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zu dem Geheimnis der Kirche gehört die Einheit in der Mannigfaltigkeit. Es mag sein, daß die »Welt« nur eine Einheit errreichen kann auf dem Wege, daß sie alles unter eine Form prägt und einförmig macht. In der Kirche Christi ist es anders. Der e i n e Geist, der sie erfüllt, bringt eine Vielheit von Gaben mit sich. Ja, gerade die Vielheit der Gaben ist der deutlichste Beweis für die Kraft und Gewalt des e i n e n Geistes. (Spieker [5], S. 351)
 
Evangelium
 
{Und} als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.
Matth 9, 9-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Erst da, wo die Sünde von Christus aufgedeckt wird, bricht der Hunger nach dem Heil auf. Christus aber, vor dem alle unsere Sünde ins Licht tritt, stößt uns nicht von sich. Er setzt sich zu den Sündern und isset mit ihnen, Er macht sich mit ihnen gemein, ja Er wird selber zur Sünde für sie. Er fordert nicht nur unsere Hingabe, sondern Er gibt sich selber für uns. Seine Hingabe geht unserer Hingabe voraus und wird für uns zur Kraft eines neuen Lebens. (Spieker [5], S. 351 f.)

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29. September

ERZENGEL MICHAEL


 

18. Oktober

EVANGELIST LUKAS

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen.
(Jes 52, 7) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Herr, für dein Wort sei hoch gepreist (EG 196, 1.2.4.5)

Alttestamentliche Lesung
 
Alle Heiden sollen zusammenkommen und die Völker sich versammeln. Wer ist unter ihnen, der dies verkündigen kann und uns hören lasse, was früher geweissagt wurde? Sie sollen ihre Zeugen aufstellen und beweisen, so wird man's hören und sagen: Es ist die Wahrheit. Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr wißt und mir glaubt und erkennt, daß ich's bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland. Ich hab's verkündigt und habe auch geholfen und hab's euch sagen lassen; und es war kein fremder Gott unter euch. Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und ich bin Gott. Ich bin, ehe denn ein Tag war, und niemand ist da, der aus meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's wenden?
Jes 43, 9-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Epistel
 
Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben. Beeile dich, daß du bald zu mir kommst. Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt liebgewonnen und ist nach Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst.
2.Tim 4, 5-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Apostel bezeugt das Amt eines evangelischen Predigers und berichtet von seinen Mitarbeitern. (Spieker [5], S. 353)
 
Evangelium
 
Viele haben es schon unternommen, Bericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, wie uns das überliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben und Diener des Worts gewesen sind. So habe auch ich's für gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe, es für dich, hochgeehrter Theophilus, in guter Ordnung aufzuschreiben, damit du den sicheren Grund der Lehre erfahrest, in der du unterrichtet bist.
Luk 1, 1-4 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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28. Oktober

APOSTEL SIMON UND JUDAS

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten,
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen. (Jes 52, 7)
 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)
Bei dir, Jesu, will ich bleiben (EG 406, 1-4)

Epistel
 
Einem jeden {aber} von uns ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe Christi. Darum heißt es: »Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben.« Daß er aber aufgefahren ist, was heißt das anderes, als daß er auch hinabgefahren ist in die Tiefen der Erde? Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle. Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi.
Eph 4, 7-13 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Das Leben in der Kirche, wenn es Leben vom Haupte, Christus her ist, ist weder chaotisch noch schematisch, sondern vollzieht sich in einer geheimnisvollen inneren Ordnung. Jeder einzelne wird Glied; auch das Amt der Kirche gliedert sich aus in Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten. Aber alle Ausgliederung hat letztlich nur den einen Sinn: »daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes.« (Spieker [5], S. 354)
 
Evangelium
 
Das gebiete ich euch, daß ihr euch untereinander liebt. Wenn euch die Welt haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorwenden, um ihre Sünde zu entschuldigen. Wer mich haßt, der haßt auch meinen Vater. Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie es gesehen, und doch hassen sie mich und meinen Vater. Aber es muß das Wort erfüllt werden, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: »Sie hassen mich ohne Grund«.
Joh 15, 17-25 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Christus ist der Beginn einer neuen und das Ende der alten Welt. Die Kirche, als die Gemeinde dieses Christus, ist für die Welt eine ständige Erinnerung daran, daß ihre Stunde geschlagen hat.
Um so nötiger aber ist es, daß die Christen in dieser Welt das Gebot immer wieder neu hören: daß sie sich »untereinander lieben«. Die Liebe ist das Lebensgesetz derer, die der Herr »von der Welt erwählt hat«. (Spieker [5], S. 354)

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31. Oktober

GEDENKEN DER REFORMATION

 

Tagesspruch

 

Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. (1.Kor 3,11)
 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied

 

Nun freut euch, lieben Christen g'mein (EG 341)
Ist Gott für mich, so trete (EG 351, 1-5)


Vorabend
 
Paulus, ein Apostel nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat von den Toten, und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus, der sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat, daß er uns errette von dieser gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen Gottes, unseres Vaters; dem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden laßt von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium, obwohl es doch kein andres gibt; nur daß einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.
[Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht. Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.]
Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht. Denn ich tue euch kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.
Gal 1, 1-7 (8.9) 10-12 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, laßt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden! Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker! Siehe, der HERR läßt es hören bis an die Enden der Erde: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her! Man wird sie nennen »Heiliges Volk«, »Erlöste des HERRN«, und dich wird man nennen »Gesuchte« und »Nicht mehr verlassene Stadt«.
Jes 62, 6-7.10-12 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Gemeinde Gottes soll in das helle Licht der göttlichen Gnade gerückt werden. Das Heil, das ihr widerfährt, soll über ihr leuchten wie eine brennende Fackel (vgl V. 1). Diese Gemeinde, an der Gott ein Wohlgefallen hat, darf der Welt das Heil Gottes verkündigen. (Spieker [5], S. 14)
 
Epistel
 
Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, daß er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
Röm 3, 21-28 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Gerechtigkeit, mit der allein wir vor Gott erscheinen können, ist nicht durch menschliche Leistung erworben, sondern durch die Gnade Gottes in Christus verliehen. (Spieker [5], S. 75)
 
Evangelium
 
{Und er} Jesus tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Matth 5, 2-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Auch die Verklärten der himmlischen Welt sind einmal Glieder der Gemeinschaft auf Erden gewesen. Sie sind »auf der königlichen Heerstraße Christi« gewandelt als die Barmherzigen, Herzensreinen, Friedensstifter und Märtyrer. Aber sie sind ihre Straße gezogen nicht bereits als die Heiligen und Vollkommenen, sondern als die Bettler und Armen im Geist, als Leidgebeugte, als die demütigen und doch starken Dulder, als solche, welche gerungen haben um dem »gnädigen Gott« und um Seine Gerechtigkeit - an diesen hat die Gnade Gottes große Wunder getan und hat an ihnen die Verheißung der großen Seligkeit verwirklicht. (Spieker [5], S. 359)

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1. November

GEDENKEN ALLER HEILIGEN

 

Tagesspruch

 

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
(Eph 2, 19) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tageslied
oder

 

Jerusalem, du hochgebaute Stadt (EG 150 [1.3-5])
Ist Gott für mich, so trete (EG 351, 1.3.6.10.13)

Vorabend
 
[Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluß, den er zuvor in Christus gefaßt hatte, um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre, daß alles zusammengefaßt würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist.]
In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluß seines Willens; damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf Christus gehofft haben. In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, daß wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.
Eph 1, (9-10) 11-14 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Durch Jesum Christum« - in diesem Brennpunkt sammelt sich aller Segen, alles Handeln Gottes zu unserm Heil: In Ihm sind uns Erwähllung und Berufung gewiß; durch Ihn werden uns Erlösung und Vergebung der Sünden zuteil; zu Ihm steht unsre Hoffnung, daß wir einmal »etwas seien zum Lob Seiner Herrlichkeit«. (Spieker [5], S. 247)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte auf seinem Bett; und er schrieb den Traum auf, und dies ist sein Inhalt: Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel wühlten das große Meer auf. Und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere. Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, daß ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende. Ich, Daniel, war entsetzt, und dies Gesicht erschreckte mich. Und ich ging zu einem von denen, die dastanden, und bat ihn, daß er mir über das alles Genaueres berichtete. Und er redete mit mir und sagte mir, was es bedeutete. Diese vier großen Tiere sind vier Königreiche, die auf Erden kommen werden. Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich empfangen und werden's immer und ewig besitzen. Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.
Dan 7, 1-3.13-18.27 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Über den irdischen Weltreichen stehen als selbstgewählte Zeichen der Hoheit Gestalten aus dem Tierreich, Natur und Grenze dieser Reiche andeutend. Sie alle deuten voraus auf das Reich des Menschen, in welchem das Bild Gottes wiederhergestellt, durch welchen das Volk Gottes zur Herrschaft gelangt und die Weltgeschichte zu ihrem Ziele gebracht wird. (Spieker [5], S. 322 f.)
 
Epistel
 
Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm! Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Gestalten und fielen nieder vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Offb 7, 9-12 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Seher schaut die Schar der Verklärten. Sie haben das Kleid der Arbeit und Plage, den blutigen Rock des Kampfes vertauscht mit dem Gewand der himmlischen Welt und tragen Palmen in den Händen wie einst die makkabäischen Sieger beim Einzug in das befreite Jerusalem. Ihr Lobpreis gilt dem Lamm, das überwunden hat und durch sein freiwilliges Opfer die Macht der Sünde und des Todes gebrochen hat. (Spieker [5], S. 360)
 
Evangelium
 
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, daß du mich gesandt hast. Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, daß sie eins seien wie wir. Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, und ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde. Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollkommen sei. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Joh 17,6-14 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
oder
 
{Und er} Jesus tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
Matth 5, 2-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Auch die Verklärten der himmlischen Welt sind einmal Glieder der Gemeinschaft auf Erden gewesen. Sie sind »auf der königlichen Heerstraße Christi« gewandelt als die Barmherzigen, Herzensreinen, Friedensstifter und Märtyrer. Aber sie sind ihre Straße gezogen nicht bereits als die Heiligen und Vollkommenen, sondern als die Bettler und Armen im Geist, als Leidgebeugte, als die demütigen und doch starken Dulder, als solche, welche gerungen haben um dem »gnädigen Gott« und um Seine Gerechtigkeit - an diesen hat die Gnade Gottes große Wunder getan und hat an ihnen die Verheißung der großen Seligkeit verwirklicht. (Spieker [5], S. 359)

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30. November

APOSTEL ANDREAS

 

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten,
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen. (Jes 52, 7)

Tageslied

 

Herr, mach uns stark im Mut, der dich bekennt (EG 154)
Ich lobe dich von ganzer Seelen (EG 250)

Epistel
 
Wenn du mit deinem Munde bekennst, daß Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht: "Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden." Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn "wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden". Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht: "Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen!" Aber nicht alle sind dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht: "Herr, wer glaubt unserm Predigen?" So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi. Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja "in alle Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt".
Röm 10, 9-18
 
Vom Dienst der Prediger des Evangeliums. (Spieker [5], S. 331)
 
Evangelium
 
Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger; und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach. Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo ist deine Herberge? Er sprach zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen's und blieben diesen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. Einer von den zweien, die Johannes gehört hatten und Jesus nachgefolgt waren, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. Der findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt: der Gesalbte. Und er führte ihn zu Jesus. Als Jesus ihn sah, sprach er: Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heißen, das heißt übersetzt: Fels.
Joh 1, 35-42
 
Es weist der Meister seine Jünger, der Bruder den Bruder zu Christus: "Ich glaube, daß ich nicht aus eigner Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn, glauben oder zu Ihm kommen kann, sondern der heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen." Wir alle haben, wenn wir uns überlegen, wie wir zu Christus kamen, an ganz bestimmte Menschen zu denken, die uns den Weg zu ihm zeigten. (Spieker [5], S. 46)

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26. Dezember

ERZMÄRTYRER STEPHANUS


 

27. Dezember

APOSTEL UND EVANGELIST JOHANNES


 

28. Dezember

UNSCHULDIGE KINDER

 

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 04-11-22
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