TRINITATIS

Der dreieinige Gott

 

Sonntag

16. Juni 2019

Wochenspruch

 

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Lied

 

Gelobet sei der Herr, mein Gott (EG 139)
Brunn alles Heils, dich ehren wir (EG 140)


Vorabend

Der HERR sprach zu Abram: {Und Er sprach zu ihm:} Ich bin der HERR, der dich aus Ur in Chaldäa geführt hat, auf dass Ich dir dies Land zu besitzen gebe. Abram aber sprach: Herr HERR, woran soll ich merken, dass ich's besitzen werde? Und Er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine andere Taube. Und er brachte Ihm dies alles und zerteilte es in der Mitte und legte je einen Teil dem andern gegenüber; aber die Vögel zerteilte er nicht. Und die Raubvögel stießen hernieder auf die Stücke, aber Abram scheuchte sie davon. Als nun die Sonne unterging, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram, und siehe, Schrecken und große Finsternis überfiel ihn. Da sprach der HERR zu Abram: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen Fremdlinge sein werden in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und unterdrücken vierhundert Jahre. Aber Ich will das Volk richten, dem sie dienen müssen. Danach werden sie ausziehen mit großem Gut. Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. Sie aber sollen erst nach vier Menschenaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll. Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da war ein rauchender Ofen, und eine brennende Fackel fuhr zwischen den Stücken hin. An dem Tage schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe Ich dies Land von dem Strom Ägyptens an bis an den großen Strom, den Euphrat.
1. Mose 15, 7-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alttestamentliche Lesung

P. JordanIn dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und Sein Saum füllte den Tempel. Serafim standen über Ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind Seiner Ehre voll! Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch. Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm.
[Und Er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet's nicht; sehet und merket's nicht! Verfette das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschließe und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen. Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt. Denn der HERR wird die Menschen weit wegführen, sodass das Land sehr verlassen sein wird. Auch wenn nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals kahl gefressen werden, doch wie bei einer Terebinthe oder Eiche, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein.]
Jes 6, 1-6 (9-13) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Vor Gottes Erhabenheit und Heiligkeit erkennst du dich als das, was du bist: als Kreatur, die vergehen muß, als Sünder, der nicht bestehen kann. Nur weil Gott selber dich gereinigt und entsühnt hat in dem Opfer Christi, kannst du mit Freuden dich Seinem Dienste stellen, wenn Er dich ruft. (Spieker [5], S. 179)

Epistel

[{Denn} Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit Er Sich aller erbarme.]
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist Sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat Ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« Denn von Ihm und durch Ihn und zu Ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.
Röm 11, (32) 33-36 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wir stehen still vor der Fülle und Ganzheit der Offenbarung Gottes, wir beugen uns vor der Unbegreiflichkeit Seiner Gerichte und Wege mit Gottlosen und Frommen, wir beten an vor Seinem unausforschlichen Geheimnis. (Spieker [5], S. 178)

Evangelium

P. JordanEs war {aber} ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu Ihm: Rabbi, wir wissen, dass Du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die Du tust, es sei denn Gott mit Ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu Ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass Ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.

P. Sinkwitz[Nikodemus antwortete und sprach zu Ihm: Wie mag das zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn Ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn Ich euch von himmlischen Dingen sage? Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.]
Joh 3, 1-8 (9-13) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Es führt kein Weg von unten nach oben, sondern nur von oben nach unten, von Gott zum Menschen, in der Menschwerdung des Sohnes und der Sendung des Heiligen Geistes. Das Wirken Gottes durch den Geist zielt auf Neuschöpfung, das Wasser der Taufe zeigt an, daß auch der sterbliche Leib aus dem Tode zum Leben gerufen wird.(Spieker, [5] S. 179)

Abend

{Und} der HERR erschien Abraham {ihm} im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde und sprach: Herr, hab ich Gnade gefunden vor Deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber.
[Man soll euch ein wenig Wasser bringen, eure Füße zu waschen, und lasst euch nieder unter dem Baum. Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; danach mögt ihr weiterziehen. Denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorübergekommen. Sie sprachen: Tu, wie du gesagt hast. Abraham eilte in das Zelt zu Sara und sprach: Eile und menge drei Maß feines Mehl, knete und backe Brote. Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab's dem Knechte; der eilte und bereitete es zu.]
Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er antwortete: Drinnen im Zelt. Da sprach Er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben. Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes. Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, sodass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise. Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun, da ich alt bin, soll ich noch Liebeslust erfahren, und auch mein Herr ist alt! Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Sollte ich wirklich noch gebären, nun, da ich alt bin? Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will Ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben. Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht -, denn sie fürchtete sich. Aber Er sprach: Es ist nicht so, du hast gelacht.
1. Mose 18, 1-3 (4-7) 8-15 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

TRINITATIS

Montag

17. Juni 2019


Morgen

Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist Sein Name?, was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der Ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist Mein Name auf ewig, mit dem man Mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht. Darum geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe mich euer angenommen und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist, und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens führen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt. Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet. Nun wollen wir gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem HERRN, unserm Gott. Aber Ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht wird ziehen lassen, er werde denn gezwungen durch eine starke Hand. Daher werde ich Meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit all den Wundern, die Ich darin tun werde. Danach wird er euch ziehen lassen.
2. Mose 3, 13-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Die Erkenntnis bläht auf; aber die Liebe baut auf. Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll. Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt. Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, so wissen wir, dass es keinen Götzen gibt in der Welt und keinen Gott als den einen. Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu Ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch Ihn.
1. Kor 8, 1b-6 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

TRINITATIS

Dienstag

18. Juni 2019


Morgen

{Und} der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Den Klang der Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme war da. Und Er verkündigte euch Seinen Bund, den Er euch gebot zu halten, nämlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. Und der HERR gebot mir zur selben Zeit, euch Gebote und Rechte zu lehren, dass ihr danach tun sollt in dem Lande, in das ihr zieht, es einzunehmen. So hütet euch um eures Lebens willen - denn ihr habt keine Gestalt gesehen an dem Tage, da der HERR mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb -, dass ihr euch nicht versündigt und euch irgendein Bildnis macht, das gleich sei einem Mann oder einer Frau, einem Tier auf dem Land oder Vogel unter dem Himmel, dem Gewürm auf der Erde oder einem Fisch im Wasser unter der Erde. Hebe auch nicht deine Augen auf zum Himmel, dass du die Sonne sehest und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest denen, die der HERR, dein Gott, zugewiesen hat allen Völkern unter dem ganzen Himmel. Euch aber hat der HERR angenommen und aus dem Schmelzofen, nämlich aus Ägypten, geführt, dass ihr Sein Erbvolk sein sollt, wie ihr es jetzt seid.
5. Mose 4, 12-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Es soll hervortreten das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben! Alle Völker sind zusammengekommen und die Nationen versammeln sich. Wer ist unter ihnen, der dies verkündigen kann und uns hören lasse, was früher geweissagt wurde? Sie sollen ihre Zeugen aufstellen, dass sie recht bekommen, so wird man's hören und sagen: Es ist die Wahrheit. Ihr seid Meine Zeugen, spricht der HERR, und Mein Knecht, den Ich erwählt habe, damit ihr wisst und Mir glaubt und erkennt, dass Ich's bin. Vor Mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach Mir keiner sein. Ich, Ich bin der HERR, und außer Mir ist kein Heiland. Ich hab's verkündigt und habe auch geholfen und hab's euch hören lassen; und es war kein fremder Gott unter euch. Ihr seid Meine Zeugen, spricht der HERR, und Ich bin Gott. Auch künftig bin Ich derselbe, und niemand ist da, der aus Meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's wenden?
Jes 43, 8-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

TRINITATIS

Mittwoch

19. Juni 2019


Morgen (1. Alternative)

Alle Weisheit kommt vom Herrn und ist bei Ihm in Ewigkeit. Wer kann sagen, wie viel Sand das Meer, wie viel Tropfen der Regen und wie viel Tage die Welt hat? Wer kann erforschen, wie hoch der Himmel, wie breit die Erde, wie tief das Meer ist? Wer kann die Weisheit ergründen? Denn die Weisheit ist vor allem geschaffen; Verstand und Einsicht sind von Ewigkeit her. [Das Wort Gottes in der Höhe ist die Quelle der Weisheit, und sie verzweigt sich in die ewigen Gebote.] Wem wurde die Wurzel der Weisheit aufgedeckt, und wer kann ihre Pläne erkennen? [Wem wurde das Wissen um die Weisheit offenbart, und wer hat die Fülle ihrer Erfahrung erfasst?] Einer ist's, der ist weise und sehr zu fürchten; Er sitzt auf Seinem Thron. Der Herr selbst hat die Weisheit geschaffen und gesehen und hat sie gemessen und hat sie ausgeschüttet über alle Seine Werke und über alles Fleisch nach Seinem Gefallen und gibt sie denen, die Ihn lieben. [Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit. Und Er gewährt sie, denen Er sich zeigt, sodass sie Ihn schauen.]
Sir 1, 1-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Morgen (2. Alternative)

{Aber} Dir, HERR, ist niemand gleich; Du bist groß, und Dein Name ist groß, wie Du es mit der Tat beweist. Wer sollte Dich nicht fürchten, Du König der Völker? Dir muss man gehorchen; denn unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist niemand Dir gleich. Sie sind allzumal Narren und Toren. Was man von den nichtigen Götzen lernt, ist nur Holz. Silberblech bringt man aus Tarsis, Gold aus Ufas; durch den Bildhauer und Goldschmied werden sie hergestellt; blauen und roten Purpur zieht man ihnen an, und alles ist der Künstler Werk. Aber der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König. Vor Seinem Zorn bebt die Erde, und die Völker können sein Drohen nicht ertragen. So sollt ihr zu ihnen sagen: Die Götter, die Himmel und Erde nicht gemacht haben, müssen vertilgt werden von der Erde und unter dem Himmel. Er aber hat die Erde durch Seine Kraft gemacht und den Erdkreis bereitet durch Seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch Seinen Verstand.
Jer 10, 6-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Gott {Und Er} spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks! Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass Ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. Denn Ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen; sonst würde ihr Geist vor Mir verschmachten und der Lebensodem, den Ich geschaffen habe.
Jes 57, 14-16 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

TRINITATIS

Donnerstag

20. Juni 2019


Morgen

Jesus {aber} antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und Ich wirke auch. Darum trachteten die Juden noch mehr danach, Ihn zu töten, weil Er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei Sein Vater, und machte Sich selbst Gott gleich. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Der Sohn kann nichts von Sich aus tun, sondern nur, was Er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was Er tut, und wird Ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche Er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der Ihn gesandt hat.
Joh 5, 17-23 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alle Aussagen über die Heilige Dreieinigkeit sind im Grunde eine Entfaltung der einen Tatsache, daß Christus der Sohn Gottes ist. Die Hinwendung des Sohnes zu den Menschen geschieht im Heiligen Geist. (Spieker [5], S. 181)

Abend

{Denn} wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben Seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen. Denn Er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu Ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist Mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit Ihm waren auf dem heiligen Berge. Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift aus eigener Auslegung geschieht. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben vom Heiligen Geist haben Menschen in Gottes Auftrag geredet.
2. Petr 1, 16-21 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wir können uns nicht eigner Offenbarung rühmen, darum halten wir uns an die Schrift, welche gleich einer Lampe uns leuchtet am dunklen Ort dieser Welt, bis Christus selbst als Morgenstern den Tag Gottes heraufführt. (Spieker [5], S. 182)

TRINITATIS

Freitag

21. Juni 2019


Morgen

Zu der Stunde freute Sich Jesus im Heiligen Geist und rief: Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil Du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart. Ja, Vater, so hat es Dir wohlgefallen. Alles ist Mir übergeben von Meinem Vater. Und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, noch, wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. Und Er wandte sich zu Seinen Jüngern und sprach zu ihnen allein: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Denn Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben's nicht gesehen, und hören, was ihr hört, und haben's nicht gehört.
Luk 10, 21-24 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Was den Weisen und Klugen verborgen war, das hat Gott denen offenbart, die demütig sich beschenken lassen: sie sehen die Herrlichkeit des Gottessohns. Darum preist Jesus die AUgen selig, die geöffnet sind. Sie erkennen Ihn als  d e n , auf den Propheten und Könige gewartet haben. (Spieker [5], S. 47)

Abend

[Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben. Denn wenn das Wort fest war, das durch die Engel gesagt ist, und jede Übertretung und jeder Ungehorsam gerechten Lohn empfing, wie wollen wir entrinnen, wenn wir eine so große Seligkeit nicht achten, die zuerst gepredigt wurde durch den Herrn und bei uns bekräftigt wurde durch die, die es gehört haben? Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben durch Zeichen, Wunder und mancherlei mächtige Taten und durch Austeilen des Heiligen Geistes nach Seinem Willen.]
Denn nicht den Engeln hat Er untertan gemacht die zukünftige Welt, von der wir reden. Es bezeugt aber einer an einer Stelle und spricht: »Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn, dass Du auf ihn achtest? Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast Du ihn gekrönt; alles hast Du unter seine Füße getan.« Als Er Ihm alles unter die Füße getan hat, hat Er nichts ausgenommen, was Ihm nicht untertan wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, dass Ihm alles untertan ist. Den aber, der »eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel«, Jesus, sehen wir durch das Leiden des Todes »gekrönt mit Herrlichkeit und Ehre«, auf dass Er durch Gottes Gnade für alle den Tod schmeckte. Denn es ziemte sich für den, um dessentwillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, der viele Kinder zur Herrlichkeit geführt hat, dass Er den Anfänger ihrer Rettung durch Leiden vollendete.
Hebr 2, (1-4) 5-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Mit der Erhöhung Christi zur Rechten Gottes ist erfüllt, worauf geheimnisvolle Worte des Alten Bundes vorausdeuten. Nur Einer trägt den Namen "der Sohn". Ihm dienen die Engel, Ihn fürchten die Mächte. Alle geschaffenen Wesen sind dem Wechsel unterworfen - Er aber bleibt, Seine Herrschaft ist unwandelbar. (Spieker [5], S. 276)

TRINITATIS

Samstag

22. Juni 2019


Morgen

So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.
Eph 4, 1-6 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Ein Geist, Ein Herr, Ein Vater - dies Bekenntnis zur Heiligen Dreieinigkeit gründet sich auf die Offenbarung und verpfichtet uns zu einem Leben in der Gemeinschaft, welche von innen her durchstrahlt ist von den Kräften und Gaben, welche der dreieinige Gott in uns wirkt. (Spieker [5], S. 180)


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 18-08-16
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