Sonntag

3. Juli 2016

 

6. SONNTAG NACH TRINITATIS
Leben aus der Taufe

 

Predigttext

 

Röm 6, 3-8 (9-11) (II. Reihe)
1. Petr 2, 2-10 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.

Wochenlied

 

Ich bin getauft auf deinen Namen (EG 200)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend
 
Der Tag des Apostels Thomas wird auf den folgenden Montag - 4.7.2016 - verschoben

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
P. JordanEs begab sich zu der Zeit, daß Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, daß sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste; und er war in der Wüste vierzig Tage und wurde versucht von dem Satan und war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. Nachdem aber Johannes gefangengesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
Mark 1, 9-15 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Geist treibt Ihn in die Wüste, in die äußerste Einsamkeit. Allein hat Er den Kampf zu bestehen mit der satatnischen Macht. Sein ganzes späteres Wirken ist Entfaltung dieses Kampfes. Aber Er bleibt Sieger. Weil Er den Satan überwunden hat, kann Er denen zur Seite stehen, die versucht werden. (Spieker, [5] S. 45)

Alttestamentliche Lesung
 
Nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, daß dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner Statt, weil du in meinen Augen so wertgeachtet und auch herrlich bist und weil ich dich liebhabe. Ich gebe Menschen an deiner Statt und Völker für dein Leben. So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.
Jes 43, 1-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Gott ruft das erstorbene Volk mit Namen, daß es wieder lebe, Er gibt Völker dahin für seine Befreiung. Der Gang der Geschichte muß dazu helfen, daß das Volk Gottes zusammengebracht werde aus allen Völkern. Er hat auch dich mit Namen gerufen bei deiner Taufe, daß auch du zugehörig seist zu Seinem Volk. (Spieker, [5] S. 211)

Epistel
 
Wißt ihr nicht, daß alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja, daß unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden,
[und wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr, haltet dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.]
Röm 6, 3-8 (9-11) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Taufe empfängt nicht bloß ihre Deutung, sondern auch ihre Kraft aus der Christusverbundenheit, in die sie uns hineinstellt. Wir sind dem Anspruch der Sünde und des Todes entzogen, weil im Vollzug der Taufe die Kräfte des Todes und der Auferstehung Christi wirksam geworden sind. Wir sind aufgerufen, mit unserm Leben "ja" zu sagen zu dieser Entscheidung und unter der Lebensmacht Christi zu bleiben. (Spieker, [5] S. 210)

Evangelium
 
Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Matth 28, 16-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Herrschaftsanspruch Christi über die Welt: die Völker werden getauft auf den Namen des dreieinigen Gottes und sie werden gelehrt, der Weisung Christi zu gehorchen - das sakramentale Handeln und die kirchliche Verkündigung gehören unlöslich zusammen. (Spieker, [5] S. 178)

Abend
 
Noah ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem Gewürm auf Erden gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte. Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Sintflut auf Erden.
[Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden. Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, daß die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden.]
Und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken. Da redete Gott mit Noah und sprach: Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, an Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, daß sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.
1.Mose 7, 7-10; 8, (6-11) 14-17 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wie die Welt der Gottlosen untergeht und Noah, der "Prediger der Gerechtigkeit", gerettet wird, so läßt Gott in der Taufe den erbsündigen Menschen sterben und den neuen Menschen auferstehen, der nach dem Bilde Gottes geschaffen ist. (Spieker, [5] S. 75)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-05-25
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