18. SONNTAG NACH TRINITATIS

Das vornehmste Gebot

Sonntag

20. Oktober 2019

Wochenspruch

 

Dies Gebot haben wir von Ihm, dass, wer Gott liebt,
dass der auch seinen Bruder liebe.

Lied

 

Lass mich, o Herr, in allen Dingen (EG 414)
Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen (EG E 30/SJ 171)


Vorabend

Als {aber} die Pharisäer hörten, dass Jesus {Er} den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer von ihnen, ein Lehrer des Gesetzes, versuchte Ihn und fragte: Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Mt 22, 34-40 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alttestamentliche Lesung

{Und} Gott redete alle diese Worte: Ich bin der HERR, dein Gott, der Ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn Ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die Mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die Mich lieben und Meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der Seinen Namen missbraucht. Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.
2. Mose 20, 1-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Gottes heiliger Wille und Seine große Barmherzigkeit - beides wird uns durch die Sätze von Sinai kundgetan. Wir sollten davor erschrecken, daß der Fluch der Sünde bis Kind und Kindeskind reicht. Wir sollten zum Halten der Gebote gelockt werden dadurch, daß Gottes Barmherzigkeit sich an Tausenden erweist. Mit jedem Gebot hat Gott uns ein Geschenk Seinr Gnade gegeben, das zu schützen und zu bewahren die Gebote gegeben sind. (Spieker [5], S. 50)

Epistel

So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Eph 5, 15-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Vorsicht des Wandels und die Nüchternheit der Zeitbeurteilung, die sich fernhält von allem Rausch und aller trügerischen Hoffnung, schließt nicht den Aufschwung eines gotterfüllten Herzens aus, welches allzeit Gott in der Gemeinde dankt und lobsingt für geistliche und leibliche Wohltat und der gegenseitigen Aufrichtung durch den Trost des Glaubens dient. (Spieker [5], S. 288)

Evangelium

{Und als Er} als Jesus hinausging auf den Weg, lief einer herbei, kniete vor Ihm nieder und fragte Ihn: Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe? Aber Jesus sprach zu ihm: Was nennst du Mich gut? Niemand ist gut als der eine Gott. Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst niemanden berauben; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.« Er aber sprach zu Ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf. Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge Mir nach! Er aber wurde betrübt über das Wort und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter. Und Jesus sah um Sich und sprach zu Seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! Die Jünger aber entsetzten sich über Seine Worte. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwer ist's, ins Reich Gottes zu kommen! Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann dann selig werden? Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.
Mk 10, 17-27 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Paulus, Apostel Christi Jesu nach dem Befehl Gottes, unseres Heilands, und Christi Jesu, der unsere Hoffnung ist, an Timotheus, mein rechtes Kind im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und unserm Herrn Christus Jesus! Wie habe ich dich ermahnt, in Ephesus zu bleiben, als ich nach Makedonien zog, damit du einigen gebietest, dass sie nicht anders lehren, auch nicht achthaben auf die Fabeln und Geschlechtsregister, die kein Ende haben und eher Fragen aufbringen, als dass sie dem Ratschluss Gottes im Glauben dienen. Das Ziel der Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungeheucheltem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz, wollen das Gesetz lehren und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten. Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht,
[weil er weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ruchlosen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern, den Unzüchtigen, den Knabenschändern, den Menschenhändlern, den Lügnern, den Meineidigen und wenn noch etwas anderes der heilsamen Lehre entgegensteht, nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist.]
1. Tim 1, 1-8 (9-11) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

18. SONNTAG NACH TRINITATIS

Montag

21. Oktober 2019


Morgen (1. Alternative)

Einer ist's, der ist weise und sehr zu fürchten; Er sitzt auf Seinem Thron. Der Herr selbst hat die Weisheit geschaffen und gesehen und hat sie gemessen und hat sie ausgeschüttet über alle Seine Werke und über alles Fleisch nach Seinem Gefallen und gibt sie denen, die Ihn lieben. [Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit. Und Er gewährt sie, denen Er sich zeigt, sodass sie Ihn schauen.] Die Furcht des Herrn ist Ehre und Ruhm, Freude und ein Siegeskranz. Die Furcht des Herrn macht das Herz fröhlich und gibt Freude und Wonne und langes Leben. [Die Furcht des Herrn ist vom Herrn gegeben, und durch Liebe befestigt sie die Pfade.] Wer den Herrn fürchtet, dem wird's am Ende wohlergehen, und am Tage seines Todes wird er den Segen empfangen.
Sir 1, 8-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Morgen (2. Alternative)

Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, offenbart seine Torheit. Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist Eiter in den Gebeinen. Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott. Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost. Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und inmitten der Toren wird sie offenbar. Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Spr 14, 29-34 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Von der brüderlichen Liebe aber ist es nicht nötig, euch zu schreiben. Denn ihr selbst seid von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben. Und das tut ihr ja auch an allen Brüdern und Schwestern in ganz Makedonien. Wir ermahnen euch aber, dass ihr darin noch vollkommener werdet, und eure Ehre darein setzt, dass ihr ein stilles Leben führt und das Eure schafft und mit euren eigenen Händen arbeitet, wie wir euch geboten haben, damit ihr ehrbar wandelt vor denen, die draußen sind, und auf niemanden angewiesen seid.
1.Thess 4, 9-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Wir sind es schuldig, der Gemeinde Gottes Ehre zu machen durch ein zuchtvolles Leben in treuer Erfüllung unsrer Berufspflichten. Wenn du dich hütest vor frommer Schwärmerei und dich sammelst auf das dir aufgetragene Werk, wirst du deiner Verantwortung gegen die Gemeinde und gegen deinen Bruder am besten gerecht. (Spieker [5], S. 265)

18. SONNTAG NACH TRINITATIS

Dienstag

22. Oktober 2019


Vorabend

Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt, sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt. Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
Gal 5, 13-18 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Kreuz Christi läßt keinerlei Eitelkeit und Verherrlichung des Menschen mehr zu, jeder Versuch eigner Verdienstlilchkeit ist ausgeschlossen. Allein dem Glauben wird die Gnade Gottes zuteil, aus der das ganze Leben neu wird. Durch Christi Kreuz sind wir frei geworden von aller menschlichen Leistung und ganz gebunden an Ihn, unsern Herrn und Erlöser. Wir sind gerufen, in Seinem Namen unsern Brüdern zu dienen. (Spieker [5], S. 262 f.)

Abend

Hört doch, was der HERR sagt: »Mach dich auf, führe einen Rechtsstreit mit den Bergen, auf dass die Hügel deine Stimme hören!« Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN, ihr starken Grundfesten der Erde; denn der HERR will mit Seinem Volk rechten und mit Israel ins Gericht gehen! »Was habe Ich dir getan, Mein Volk, und womit habe Ich dich beschwert? Das sage Mir! Habe Ich dich doch aus Ägyptenland geführt und aus der Knechtschaft erlöst und vor dir her gesandt Mose, Aaron und Mirjam. Mein Volk, denke doch daran, was Balak, der König von Moab, vorhatte und was ihm Bileam, der Sohn Beors, antwortete; wie du hinüberzogst von Schittim bis nach Gilgal, damit du erkennst, wie der HERR dir alles Gute getan hat.« »Womit soll ich mich dem HERRN nahen, mich beugen vor dem Gott in der Höhe? Soll ich mich Ihm mit Brandopfern nahen, mit einjährigen Kälbern?Wird wohl der HERR Gefallen haben an viel tausend Widdern, an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen für meine Übertretung geben, meines Leibes Frucht für meine Sünde?« Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.
Micha 6, 1-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In diesem »prophetischen Katechismus« (V. 8) weist der Prophet hin auf Christus, der Gottes- und Nächstenliebe höher stellt als »alle Brandopfer und Schlachtopfer«. Nur aus dem vollkommenen Opfer Christi strömt uns die Kraft, unser Opfer des Willens und Gehorsams darzubringen. (Spieker [5], S. 50)

18. SONNTAG NACH TRINITATIS

Mittwoch

23. Oktober 2019


Morgen

Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, dass ihr die Liebe nicht aufweckt und nicht stört, bis es ihr selbst gefällt. Wer ist sie, die heraufsteigt aus der Wüste, an ihren Freund gelehnt? Unter dem Apfelbaum weckte ich dich, wo deine Mutter dich empfing, wo in Wehen kam, die dich gebar. Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine gewaltige Flamme. Viele Wasser können die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, würde man ihn verachten?
Hld 8, 4-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

[{Und} alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch Ihn.]
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich's gebührt in dem Herrn. Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie. Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist wohlgefällig in dem Herrn. Ihr Väter, kränkt eure Kinder nicht, auf dass sie nicht verzagen. Ihr Sklaven, seid gehorsam in allen Dingen euren irdischen Herren; dient nicht allein vor ihren Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens und in der Furcht des Herrn. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Dient dem Herrn Christus! Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person. Ihr Herren, was recht und billig ist, das gewährt den Sklaven und bedenkt, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt.
Kol 3, (17) 18 - 4, 1 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

18. SONNTAG NACH TRINITATIS

Donnerstag

24. Oktober 2019


Morgen

In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst. Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten aus Antiochia. Diese stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten ihnen die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.
Apg 6, 1-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Sieben, die hier als Vertreter für den griechisch sprechenden Teil der Gemeinde herausgestellt werden, sind nicht bloß »Armenpfleger«, sondern zugleich Diener am Wort. So ist seit den Anfangszeiten der Kirche der Dienst der Liebe unlöslich mit dem Dienst der Verkündigung, die Austeilung der Gaben mit derAusteilung des Wortes verknüpft. (Spieker [5], S. 186)

Abend

{Und es kamen seine} Jesu Mutter und seine Brüder kamen und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Mk 3, 31-35 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Nicht die leibliche Beziehungm sondern allein der Gehorsam gegen den Willen Gottes bewirlt die echte Zugehörigkeit zu Jesu Familie. Auch Seine Mutter und Seine Brüder werden erst dann wieder zu Ihm finden. wenn sie sich dieser Regel unterwerfen und im Tun des Willen Gottes sich mit dem Gottessohn vereinigen. (Spieker [5], S. 16)

18. SONNTAG NACH TRINITATIS

Freitag

25. Oktober 2019


Morgen

Es wurden {aber} auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit Jesus {Ihm} hingerichtet würden. Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie Ihn dort und die Übeltäter mit Ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. [Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!] Und sie verteilten Seine Kleider und warfen das Los darum.
Lk 23, 32-34 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

[Es ist zwar alles rein; aber es ist nicht gut für den, der es isst mit schlechtem Gewissen. Es ist besser, du isst kein Fleisch und trinkst keinen Wein und tust nichts, woran dein Bruder Anstoß nimmt. Den Glauben, den du hast, habe für dich selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst nicht verurteilen muss in dem, was er gut heißt. Wer aber zweifelt und dennoch isst, der ist schon verurteilt, denn es kommt nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben kommt, das ist Sünde. Wir aber, die wir stark sind, sollen die Schwächen derer tragen, die nicht stark sind, und nicht Gefallen an uns selber haben.]
Ein jeder von uns lebe so, dass er seinem Nächsten gefalle zum Guten und zur Erbauung. Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie geschrieben steht: »Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.« Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.
Röm (14, 20b - 15, 1) 15, 2-6 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In der Gemeinde Gottes tragen die Starken besondere Verantwortung für die Schwachen. Sie werden dazu verpflchtet durch das Vorbild Christi, an welches uns ein Wort aus dem Karfreitagspsalm erinnert: »Die Schmähungen derer, die Dich schmähen, sind auf mich gefallen.« Er hat stellvertretend die Gottesfeindschaft der Sünder auf sich genommen. (Spieker [5], S. 195)

18. SONNTAG NACH TRINITATIS

Samstag

26. Oktober 2019


Morgen

(Aus der Bergpredigt Jesu:) Ihr sollt nicht meinen, dass Ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Mt 5, 17-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Nichts, was einmal Hülle des Lebens war, wird von Christus unehrbietig beiseite getan, aber alles, was im Gesetz steht, wird in einer neuen Tiefe gefaßt und in seinem göttlliche Sinn erkannt und verwirlicht. - Die »bessere Gerechtigkeit« ist das innere Gutsein aus reiner Begnadung, darum steht sie turmhoch über jedem menschlichen Werk. Sie zeigt sich in der überwindung von Haß und Zorn, in der Bereitschaft zur Versöhnung mit deinem Bruder. Der Gang zum Altar, der Stätte des Gebetes und des Opfers, erinnert dich, daß du nur mit versöhntem Herzen, wenn du zuvor die Vergebung deines Bruders gesucht hast, Gott ein reines Opfer darbringen kannst. (Spieker [5], S. 50/210 f.)

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von Ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 1.Joh 4, 21

Wir sollen nicht nach selbsterwählten Grundsätzen leben, sondern nach einem Gebot, das wir »haben«, und zwar von Ihm selber haben. Dieses Gebot weist uns darauf hin, daß Gottes- und Bruderliebe unzertrennlich zusammengehören; und dieses Gebot meint nicht eine »allgemeine Menschenliebe«, sondern den Dienst an dem »Bruder«, an dem, der uns als Nächster gesetzt ist und an unserem nächsten Lebenskreis. In dieser Bruderliebe bewährt sich die Liebe zu Gott.
(Spieker [5], S. 263 f.)



© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 18-10-26
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