Donnerstag

27. Oktober 2016

 

22. SONNTAG NACH TRINITATIS
In Gottes Schuld

 

Predigttext

 

Phil 3, 17 (18-19) 20-21 (II. Reihe)
Röm 13, 1-7 (Rev. II)

Wochenspruch

 

Bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte.

Wochenlied

 

Herr Jesu, Gnadensonne (EG 404)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und weißt nicht, daß du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Ich rate dir, daß du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Welche ich liebhabe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Offb 3, 14-22 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Reich, satt und selbstzufrieden waren die Gäste, welche die Einladung zur königlichen Hochzeit verschmähten; seiner eignen Armut und Blöße wurde der Mensch nicht gewahr, welcher meinte, des »hochzeitlichen Kleides« nicht zu bedürfen. Deshalb ergeht der Bußruf an die Gemeinde: der kommende Christus steht bereits als der Anklopfende vor der Tür. Er will, daß wir durch Umkehr und Reinigung uns bereiten zum seligen Mahl der endgültigen Gemeinschaft mit Ihm. (Spieker [5], S. 291)
 
Abend
 
[Er] Jesus sprach {aber} zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, daß keine Verführungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen! Es wäre besser für ihn, daß man einen Mühlstein an seinen Hals hängte und würfe ihn ins Meer, als daß er einen dieser Kleinen zum Abfall verführt. Hütet euch! Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, vergib ihm. Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben. Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen. Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heimkommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; danach sollst du auch essen und trinken? Dankt er etwa dem Knecht, daß er getan hat, was befohlen war? So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.
Luk 17, 1-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Herr läßt keine Zweifel darüber, wie ernst Er es nimmt, wenn ein Mensch den »Kleinen«, d. h. den kindlich Glaubenden, die sich nicht wehren können, ein »Ärgernis« bereitet. Wenn ein solcher Mensch ins Meer geworfen würde, damit er keinen Schaden anrichten kann, so wäre ihm das besser, als wenn er am Leben bliebe. Einen ganz besonders schweren Anstoß bereitet der Unversöhnliche, denn er verleugnet die vergebende Liebe Gottes, die in Christus erschienen ist.(Spieker [5], S. 298 f. zu V. 1-4)
 
Zu wie großen Dingen auch immer die Jünger im Glauben berufen sein mögen - sie bleiben bei ihrem Werk stets in der Dienstbarkeit als die Knechte Gottes, die vor ihrem Herrn keine Anspruch auf Dank haben. »Ein Christenmensch ist eben als ein Zimmerbeil Gottes, da Gott Sein Haus mit bauet.« Wir müssen dankbar sein, wenn Gott uns als Seine Werkzeuge gebraucht. (Spieker [5], S. 76 zu V. 5-10)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
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