Sonntag

9. Oktober 2016

 

20. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die Ordnungen Gottes

 

Predigttext

 

1. Thess 4, 1-8 (II. Reihe)
2. Kor 3, 3-6 (7-9) (Rev. II)

Wochenspruch

 

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Wochenlied

 

Wohl denen, die da wandeln (EG 295)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Vorabend
 
Mein Sohn, vergiß meine Weisung nicht, und dein Herz behalte meine Gebote, denn sie werden dir langes Leben bringen und gute Jahre und Frieden; Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den Menschen gefallen. Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlaß dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Dünke dich nicht weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken.
Spr 3, 1-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Alttestamentliche Lesung
 
So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen. Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
1.Mose 8, 18-22 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Noah bringt das Dankopfer für die Rettung der Welt und empfängt Gottes Verheißung, daß die Erde fortan geborgen bleibe in den Ordnungen der göttlichen Barmherzigkeit. Gott läßt die Erde nicht entgelten, was wir Menschen täglich sündigen. (Spieker [5], S. 76)
 
Epistel
 
Weiter, liebe Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut -, daß ihr darin immer vollkommener werdet. Denn ihr wißt, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Unzucht und ein jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung, nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist ein Richter über das alles, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch gibt.
1.Thess 4, 1-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zum rechten Leben gehört das Wissen um das rechte Maß in allen Dingen. Das gilt im Blick auf die eheliche Gemeinschaft: daß sie zustandekomme und erhalten bleibe unter der Bedingung »daß ein jeglicher sein Gemahl liebe und ehre«; und im Blick auf das Erwerbsleben, daß keiner seinen Bruder übervorteile. (Spieker [5], S. 93)
 
Evangelium
 
{Und} Pharisäer traten zu Jesus{ihm} und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden dürfe von seiner Frau; und sie versuchten ihn damit. Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härte willen hat er euch dieses Gebot geschrieben; aber von Beginn der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
[Und daheim fragten ihn abermals seine Jünger danach. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht ihr gegenüber die Ehe; und wenn sich eine Frau scheidet von ihrem Mann und heiratet einen andern, bricht sie ihre Ehe. Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.]
Mark 10, 2-9 (10-16) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Mose und auch der heutige Gesetzgeber erlauben die Scheidung, weil sie mit der Härte des menschlichen Herzens rechnen. Christus greift auf den Ursinn des Gebotes zurück und verkündet die Unscheidbarkeit der Ehe, weil Er die Härte des menschlichen Herzens wandelt und die Erfüllung der Ehe zeigt im gegenseitigen Dienen bis zu dem Tag, an dem Gott allein den heiligen Bund der Ehe löst durch den Tod. (Spieker [5], S. 50)
 
Abend
 
An demselben Tage traten die Sadduzäer zu Jesus {ihm}, die lehren, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: »Wenn einer stirbt und hat keine Kinder, so soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder; desgleichen der zweite und der dritte bis zum siebenten. Zuletzt nach allen starb die Frau. Nun in der Auferstehung: wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Und als das Volk das hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre.
Matth 22, 23-33 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zeugung und Geburt gehören dieser endlichen Welt an, denn sie dienen der Erhaltung des sterblichen Menschengeschlechts. Wo der Tod überwunden ist, da bedarf es nicht mehr des Unterschieds der Geschlechter, hier sind Mann und Weib verwandelt und hinaufgehoben zur himmlischen Gestalt der Engel. Gott aber bekennt sich durch Sein gewaltiges »Ich bin« zur Gegenwart mit den Vätern, die heute, gestern und in Ewigkeit vor Ihm leben durch die Kraft Seiner Auferweckung. (Spieker [5], S. 314)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 16-07-26
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