| ||||||||||||||||||||
|
Vorabend {Und} da Hanna {sie} lange betete vor dem HERRN, achtete Eli auf ihren Mund; denn Hanna redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber hörte man nicht. Da meinte Eli, sie wäre betrunken. Und Eli sprach zu ihr: Wie lange willst du betrunken sein? Gib den Wein von dir, den du getrunken hast! Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr! Ich bin eine betrübte Frau; Wein und starkes Getränk hab ich nicht getrunken, sondern habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet. Du wollest deine Magd nicht für eine zuchtlose Frau halten, denn ich hab aus meinem großen Kummer und aus Traurigkeit so lange geredet. Eli antwortete und sprach: Gehe hin mit Frieden; der Gott Israels wird dir geben, was du von ihm erbeten hast. Sie sprach: Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Da ging die Frau ihres Weges und aß und sah nicht mehr so traurig drein. Und am andern Morgen machten sie sich früh auf. Und als sie angebetet hatten vor dem HERRN, kehrten sie wieder um und kamen heim nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau, und der HERR gedachte an sie. Und als die Tage um waren, ward Hanna schwanger, und sie gebar einen Sohn und nannte ihn Samuel; denn, so sprach sie, ich hab ihn von dem HERRN erbeten. Und als der Mann Elkana hinaufzog mit seinem ganzen Hause, um dem HERRN das jährliche Opfer zu opfern und was er gelobt hatte, zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Mann: Wenn der Knabe entwöhnt ist, will ich ihn bringen, dass er vor dem HERRN erscheine und bleibe dort für immer. [Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: So tu, wie dir's gefällt! Bleib, bis du ihn entwöhnt hast; der HERR bestätige aber, was er geredet hat. So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte. Nachdem sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf, dazu einen dreijährigen Stier, einen Scheffel Mehl und einen Krug Wein, und brachte ihn in das Haus des HERRN nach Silo. Der Knabe war aber noch jung. Und sie schlachteten den Stier und brachten den Knaben zu Eli. Und sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr du lebst, mein Herr: Ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zum HERRN zu beten. Um diesen Knaben bat ich. Nun hat der HERR mir gegeben, was ich von ihm erbeten habe. Darum gebe ich ihn dem HERRN wieder sein Leben lang, weil er vom ERRN erbeten ist. Und sie beteten dort den HERRN an.] 1.Sam 1, 12-22 (23-28) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Das Kind Samuel, der »von Gott Erbetene«, ist die Antwort des Herm auf das demütige Gebet der Hanna. Gott ist es, »der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt, daß sie eine fröhliche Kindermutter wird [Ps. 113, 9].« (Spieker [5], S. 234) Alttestamentliche Lesung 2. Sam 12, 1-10.13-15a Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Der König beugt sich unter die göttliche Wahrheit und bekennt seine Schuld - er ist groß in der Demut des Bekennens. Darum kann ihm das Wort der Vergebung gesagt werden; aber er muß im Tod seines Söhnleins den ganzen Ernst der erziehenden Gnade Gottes verspüren. (Spieker [5], S. 297) Epistel {Aber} Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in Seiner großen Liebe, mit der Er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr gerettet -; und Er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit Er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum Seiner Gnade durch Seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind Sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen. Eph 2, 4-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Es ist Gnade, daß Gott uns nicht hat fallen lassen in den Zeiten, als wir geistlich tot waren, dahingegeben an die Lüste des Fleisches und unterworfen dem Fürsten dieser Welt. Es ist Gnade, daß Gott uns nicht dem Tode gelassen und uns in Jesus Christus das neue Leben geschenkt hat. Darum haben wir unsern Ruhm nicht an uns selbst, sondern rühmen allein die Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist. (Spieker [5], S. 237) Evangelium Jesus {Er} sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Lk 18, 9-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Abend 1. Mose 19, 15-26 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart »Rette dein Leben und sieh nicht hinter dich«: aus einer Welt, die zum Untergang bestimmt ist, kann man nur noch fliehen, auch wenn man hinter sich lassen muß, woran einmal das Herz gehangen hat. Es ist Gnade von Gott, wenn Er uns einen Zufluchtsort anweist, an dem wir geborgen sind vor dem kommenden Gericht. (Spieker [5], S. 323) |
||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||
|
Morgen {Und} des HERRN Wort geschah zu mir: Du Menschenkind, lege dem Hause Israel ein Rätsel vor und ein Gleichnis und sprich: So spricht Gott der HERR: Ein großer Adler mit großen Flügeln und langen Fittichen und vollen Schwingen, die bunt waren, kam auf den Libanon und nahm hinweg den Wipfel einer Zeder und brach die Spitze ab und führte sie ins Land der Händler und setzte sie in die Stadt der Kaufleute. Dann nahm er ein Gewächs des Landes und pflanzte es in gutes Land, wo viel Wasser war, und setzte es am Ufer ein. Und es wuchs und wurde ein ausgebreiteter Weinstock mit niedrigem Stamm; denn seine Ranken bogen sich zu ihm und seine Wurzeln blieben unter ihm; und so wurde es ein Weinstock, der Schösslinge hervortrieb und Zweige. So spricht Gott der HERR: Dann will Ich selbst von dem Wipfel der Zeder die Spitze wegnehmen und ihr einen Platz geben; ich will oben von ihren Zweigen ein zartes Reis brechen und will's auf einen hohen und erhabenen Berg pflanzen. Auf den hohen Berg Israels will Ich's pflanzen, dass es Zweige gewinnt und Früchte bringt und ein herrlicher Zedernbaum wird, sodass Vögel aller Art in ihm wohnen und alles, was fliegt, im Schatten seiner Zweige bleiben kann. Und alle Bäume auf dem Felde sollen erkennen, dass Ich der HERR bin: Ich erniedrige den hohen Baum und erhöhe den niedrigen; Ich lasse den grünen Baum verdorren und den dürren Baum lasse Ich grünen. Ich, der HERR, rede es und tue es auch. Hes 17, 1-6.22-24 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Gott, der aus dem zarten Reis kann eine herrliche Zeder auf ragender Bergeshöhe machen, kann aus dem verachteten und entmachteten Königtum Davids einen jungen Sproß hervorgehn lassen, dessen Königtum hoch über alle irdischen Königreiche hinausragt und sie alle überdauert - das Heil Gottes wächst wirklich auf als ein zartes Reis aus fast erstorbenem Stamm. (Spieker [5], S. 236) Abend Da redete Jesus zu dem Volk und zu Seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen's zwar, tun's aber nicht. Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür rühren. Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß. Sie sitzen gern obenan beim Gastmahl und in den Synagogen und haben's gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel. Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus. Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Mt 23, 1-12 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Der e i n e Meister Christus hat Seine Herrschaft über uns dadurch aufgerichtet, daß Er bis zur Hingabe Seines Lebens diente. Dadurch hat Er den Seinen die rechte Demut gegeben; der Anspruch, selber Meister zu sein und »von den Leuten gesehen« zu werden, ist abgetan. Nun erkennen wir auch die Brüder neben uns, denen wir Liebe schuldig sind. (Spieker [5], S. 260) |
||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||
|
Morgen 1. Sam 17, 38-51 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Wo Menschen im Gehorsam des Glaubens ihren Weg gehen, da werden sie in ihrer Schwachheit erfüllt von Sicherheit und Kraft. Gottes Engel schreitet an ihrer Seite, lenkt ihren Schritt und führt ihren Arm. Wer hochmütig ist und von seiner eignen Macht erfüllt, der ist blind; er stellt sich der Macht Gottes entgegen und zerschellt an ihr. (Spieker [5], S. 236) Abend Als {aber} der König David nach Bahurim kam, siehe, da kam ein Mann von dort heraus, vom Geschlecht des Hauses Saul, der hieß Schimi, der Sohn Geras; der kam heraus und fluchte und warf mit Steinen nach David und allen Knechten des Königs David, obwohl das ganze Kriegsvolk und alle Helden zu seiner Rechten und Linken waren. So aber rief Schimi, als er fluchte: Hinaus, hinaus, du Bluthund, du ruchloser Mann! Der HERR hat über dich gebracht alles Blut des Hauses Sauls, an dessen statt du König geworden bist. Jetzt hat der HERR das Königtum gegeben in die Hand deines Sohnes Absalom; und siehe, nun steckst du in deinem Unglück, denn du bist ein Bluthund. Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Sollte dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen dürfen? Ich will hingehen und ihm den Kopf abschlagen. Der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was hab ich mit euch zu schaffen? Lasst ihn fluchen; wenn der HERR ihm geboten hat: Fluche David!, wer darf dann sagen: Warum tust du das? Und David sprach zu Abischai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Lasst ihn ruhig fluchen, denn der HERR hat's ihm geboten. Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir mit Gutem vergelten sein heutiges Fluchen. So ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Schimi ging am Hang des Berges entlang, neben ihm her, und fluchte und warf mit Steinen nach ihm und bewarf ihn mit Erdklumpen. Und der König kam mit allem Volk, das bei ihm war, müde an den Jordan und ruhte dort aus. Aber Absalom und alles Volk, die Männer Israels, kamen nach Jerusalem und Ahitofel mit ihm. Als aber Huschai, der Arkiter, Davids Freund, zu Absalom hineinkam, rief er Absalom zu: Es lebe der König! Es lebe der König! Absalom aber sprach zu Huschai: Ist das deine Treue zu deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen? 2. Sam 16, 5-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart David läßt sich durch das Unglück vor Gott stellen und hält der Heimsuchung stand als Seinem Gericht. Darum nimmt er auch die Schmähworte seines Verfolgers hin: »Laßt ihn fluchen; denn der HERR hat ihm geboten.« Darin zeigt sich seine Demut als echt, daß er auch im Gericht nicht aufhört, an Gott zu glauben. Er weiß sich mit seinem Verkläger in Gottes Hand und glaubt auch jetzt an Seine Treue. (Spieker [5], S. 237) |
||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||
|
Morgen Zu der Zeit wird man dies Lied singen im Lande Juda: Wir haben eine feste Stadt, zum Schutze schafft Er Mauern und Wehr. Tut auf die Tore, dass hineingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahrt! Wer festen Herzens ist, dem bewahrst Du Frieden; denn er verlässt sich auf Dich. Darum verlasst euch auf den HERRN immerdar; denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich. Er erniedrigt, die in der Höhe wohnen; die hohe Stadt wirft Er nieder, ja, Er stößt sie zur Erde, dass sie im Staube liegt. Mit Füßen wird sie zertreten, ja, mit den Füßen der Armen, mit den Tritten der Geringen. Jes 26, 1-6 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Das Recht Gottes, Sein heiliger Wille, Seine götliche Verheißung sollen ausstrahlen in die Welt. Die Kirche ist die Trägerin göttlicher Verheißung, durch sie soll das Recht Gottes in der Welt bezeugt werden. Das geschieht, wenn in ihr selber das Leben von Gottes Gerechtigkeit beherrscht und durchwaltet wird. (Spieker [5], S. 8 zu Jes. 26, 1-12) Abend (Jesus lehrte im Tempel.) Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu Ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst Du? Das sagten sie aber, um Ihn zu versuchen, auf dass sie etwas hätten, Ihn zu verklagen. Aber Jesus bückte Sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie Ihn nun beharrlich so fragten, richtete Er Sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte Sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das hörten, gingen sie hinaus, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Da richtete Jesus Sich auf und sprach zu ihr: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach: So verdamme Ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. Joh 8, 3-11 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Der einzige, der hier das Richteramt auszuüben hat, ist Jesus selbst. Sein Wort überfühet die Ankläger, daß sie mit in der Schuld sind, es läßt die Sünderin Sein Urteil über die Sünde deutlich vernehmen und gibt ihr doch den Weg frei zu einem neuen Leben. (Spieker [5], S. 194) |
||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||
|
Morgen Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, der ich auch teilhabe an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll: Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist, und achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt, nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund, nicht als solche, die über die Gemeinden herrschen, sondern als Vorbilder der Herde. So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen. Desgleichen ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter. Alle aber miteinander bekleidet euch mit Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 1. Petr 5, 1-5 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Wenn die Amtsträger ihren Dienst selbstlos und freudig tun, ohne Herrschsucht, in reiner Hingabe an die Sache Christi, dann wird durch sie das Bild Christi hindurchleuchten und die Herde Christi wird ihnen als Vorbildern folgen. Ja, ihr Vorbild wird in die Gemeinde ausstrahlen, daß alle einander begegnen in der Demut, in der Haltung von Menschen, welche im Dienste Gottes stehn. (Spieker[5], S. 144) Abend Jesus {Und Er} ging wieder hinaus an das Meer; und alles Volk kam zu Ihm, und Er lehrte sie. Und als Er vorüberging, sah Er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge Mir nach! Und er stand auf und folgte Ihm nach. Und es begab sich, dass Er zu Tisch saß in seinem Hause, da setzten sich viele Zöllner und Sünder zu Tisch mit Jesus und Seinen Jüngern; denn es waren viele, und sie folgten Ihm nach. Und als die Schriftgelehrten unter den Pharisäern sahen, dass Er mit den Sündern und Zöllnern aß, sprachen sie zu Seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern isst Er? Da das Jesus hörte, sprach Er zu ihnen: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder. Mk 2, 13-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Er hält Tischgemeinschaft mit uns - nicht mit Vollkommenen, sondern mit Sündern. Die ihr Gebrechen und Ungenügen fühlen - die sind geladen. Keiner, der in die Tischgemeinschaft Jesu aufgenommen wird, bleibt unverwandelt. Darum kann Er's wagen, mit Zöllnern und Sündern zu Tisch zu sitzen. (Spieker [5], S. 190) |
||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||
|
Morgen Lk 22, 54-62 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Abend {Denn} wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, reut es mich nicht. Und wenn es mich reute - ich sehe ja, dass jener Brief euch wohl eine Weile betrübt hat -, so freue ich mich jetzt, doch nicht darüber, dass ihr betrübt worden seid, sondern darüber, dass ihr betrübt worden seid zur Umkehr. Denn ihr seid betrübt worden nach Gottes Willen, sodass ihr von uns keinen Schaden erlitten habt. Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod. Siehe, eben dies, dass ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen, welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen, Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen Stücken bewiesen, dass ihr rein seid in dieser Sache. Darum, wenn ich euch auch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um dessentwillen, der Unrecht getan hat, auch nicht um dessentwillen, der Unrecht erlitten hat, sondern damit euer Mühen für uns offenbar werde bei euch vor Gott. Dadurch sind wir getröstet worden. Mehr noch als über diesen Trost aber haben wir uns gefreut über die Freude des Titus; denn sein Geist ist erquickt worden von euch allen. 2. Kor 7, 8-13 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart |
||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||
|
Morgen Mk 7, 24-30 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Wochenspruch Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt Er Gnade. 1.Petr 5, 5b Die Hoffärtigen sind die, die im Vertrauen auf ihre natürliche Lebenskraft, auf ihre Leistungen, ihre sittlichen oder religiösen "Werte" »hoch daher fahren« ; wider sie steht Gott, der ihnen auf ihrem Wege begegnet und ihre Sicherheit und ihren Stolz zerbricht. Die "Demütigen" - das sind die, welche die Gesinnung und Haltung von Dienenden haben - erfahren, daß Gott sich zu ihnen hernieder neigt - das ist der ursprüngliche Sinn des Wortes »Genade« - und sich zu ihnen bekennt. (Spieker [5], S. 234) |
||||||||||||||||||||
| © Joachim Januschek Letzte Änderung: 19-07-19 |