WEIHNACHTEN

 
 
 

VIGIL ZUM CHRISTFEST

 

24. Dezember

Tagesspruch

 

Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.


1. Lesung

P. Jordan{Und} Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den Er gemacht hatte. Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme. Und Gott der HERRnahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der HERRgebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.
1. Mose 2, 8-10. 15-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Gott der Herr bestellte den Menschen zum Ordner und Pfleger Seiner Schöpfung und gab den ganzen Reichtum der Erde unter seine Hand. Aber Er gab ihm ein Gebot des Lebens, damit er daran seine Grenzen erkenne und seinen Gehorsam beweise.
(Spieker [5], S. 251)


2. Lesung

{Und} die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den HERR, wie Er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN zwischen den Bäumen im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte Dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und Er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem Ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?2 Da sprach Adam: Die Frau, die Du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß. Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!

P. JordanDa wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
1. Mose 3, 1-15, 22-24 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Mensch hat das Bild Gottes nicht bewahrt, er hat den Gottesfrieden gebrochen, fortan geht durch die Schöpfung der Riß der großen Störung. Diese Störung wird zuerst am menschlichen Leibe offenbar: das Wissen um die Nackheit zeigt den Verlust der bindlidren Einfalt, der Leib ist ausgeliefert an Schmerzen und Krankheit, dahingegeben unter die Fron der Arbeit, dem Tode verfallen. Mit der ganzen Schöpfung warten wir auf unsres Leibes Erlösung (Spieker [5], S. 7)

3. Lesung

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass Ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der Herr ist unsere Gerechtigkeit«. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der HERR lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!«, sondern: »So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.« Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.
Jer 23, 5-8 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Aus Davids Geschlecht soll der rechte Hirte kommen, der die Zerstreuten sammelt. Gott hat den Davidssproß erweckt, der als der rechte Hirte über Seinem Volke wacht. Wir sind nicht nur geborgen in des Hirten Regiment, sondern wir haben auch teil an dem Heil und der Gerechtigkeit, die Er gebracht hat. (Spieker [5], S. 143)

4. Lesung

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will Ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den Ich mit ihren Vätern schloss, als Ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie gebrochen haben, ob Ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; sondern das soll der Bund sein, den Ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will Mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen Mein Volk sein, und Ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen Mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Jer 31, 31-34 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Gesetz Gottes bleibt in Kraft; aber es steht nicht mehr vor uns als ein fremdes "du sollst", sondern es wird in unsere Herzen durch Christi Beispiel eingesenkt und wird unauslöschlich darin stehen bleiben. Der neue Bund ist durch Christi Opfer in Kraft getreten. Durch Ihn wird uns Vergebung zuteil, eine neue Liebesgesinnung ist in unser Herz gepflanzt. (Spieker [5], S. 48

CHRISTVESPER

Das Licht der Welt

 

24. Dezember

Lied

 

Vom Himmel hoch (EG 24)
Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich (EG 26)


Alttestamentliche Lesung

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir freut man sich, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians. Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.
Jes 9, 1-6 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der mit Gedröhn auftretende Marsch-Stiefel, der blutbefleckte Mantel - sie erinnern nicht bloß an hinter uns liegende Jahre mit der brutal auftretenden Macht und ihrem blutigen Geschäft, sondem sie bezeichnen auch heute noch den Gang der Weltgeschichte. Aber es heißt: Ins Feuer damit! Den Flammen zur Speise! Eine neueZeit kommt herauf. Ihr Kennzeichen ist die Geburt des Kindes. Hier ist alles Gabe und Geschenk. Das Kind selbst ist ohnmächtig, hilfsbedürftig. Gott aber ist der Mächtige. Es geht um die Erfüllung göttlicher Ziele, die ihren Ausgang nehmen bei dem Kind, die ihre Vollendung finden in der Aufrichtung Seines Reiches. (Spieker [5], S. 24)

Epistel

Als {aber} die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, auf dass Er die, die unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist Seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Gal 4, 4-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Christus begab sich durch Seine leibliche Geburt unter die Herrschaft der Gesetzeswelt, damit Er uns aus ihrem Zwang erlöse zur Freiheit der Kinder Gottes. (Spieker, S. 36)

Evangelium

SinkwitzEs begab sich {aber} zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen Seines Wohlgefallens.
[Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.]
Lk 2, 1-14 (15-20) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Im Gegensatz zu dem römischen Weltherrscher, nach dem die geschichtliche Stunde genannt wird, kommt der wahre Weltheiland, dessen Würde die Engel verkünden, in Armut und Niedrigkeit. Er bringt uns die große Freude, die aus so tiefen Quellen stammt, daß irdische Ereignisse sie nicht mehr verschütten können. (Spieker [5], S. 23)

CHRISTNACHT

Das Kind in der Krippe

 

24. Dezember

Lied

 

Es ist ein Ros entsprungen (EG 30)
Ich steh an deiner Krippen hier (EG 37)


Alttestamentliche Lesung

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, Ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. Und es sollen zu der Zeit viele Völker sich zum HERRN wenden und sollen Mein Volk sein, und Ich will bei dir wohnen. - Und du sollst erkennen, dass mich der HERR Zebaoth zu dir gesandt hat. - Und der HERR wird Juda in Besitz nehmen als Sein Erbteil in dem heiligen Lande und wird Jerusalem wieder erwählen. Alles Fleisch sei stille vor dem HERRN; denn Er hat sich aufgemacht von Seiner heiligen Stätte!
Sach 2, 14-17 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Zion ist Gleichnis für das erlöste und vollendete Gottesvolk. Ihm gilt die Verheißung, daß Gott selber bei ihm Wohnung nimmt und in seiner Mitte weilt. Diese Verheißung geht in Erfüllung, wo Christus durch den Geist zu dem einzelnen Glied des Gottesvolkes kommt und es der Gegenwart Gottes froh und gewiß macht. (Spieker [5], S. 9)

Epistel

{Und} groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
1.Tim 3, 16 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Lobpreisendes Bekenntnis zu Ehren der Gottesoffenbarung in Christus. (Spieker, [5] S. 152)

Evangelium

[Es begab sich {aber} zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.]
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen Seines Wohlgefallens. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
Lk 2, (1-7) 8-20 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

CHRISTFEST I

Die Menschwerdung des Wortes

 

25. Dezember

Wochenspruch

 

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen Seine Herrlichkeit.

Lied

 

Gelobet seist du, Jesus Christ (EG 23)
Herbei, o ihr Glšubigen (EG 45)

Alttestamentliche Lesung

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und jubeln miteinander; denn sie werden's mit ihren Augen sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. Seid fröhlich und jubelt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat Sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der HERR hat offenbart Seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Jes 52, 7-10 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Der Kirche gilt der Freudenruf dieses Sonntags, sie ist "Jerusalem", ihr wird die Frohbotschaft gebracht: Friede, Trost und Erlösung sind der Welt gegeben durch das Kreuz. Hier wird die zerstörte Ordnung wiederhergestellt, die Sünde getragen, ein neuer Zugang zu Gottes Vaterherzen eröffnet. Hier liegt der tiefste Grund des "Freuet euch" (Spieker [5], S. 101)

Epistel

Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte Er uns selig - nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach Seiner Barmherzigkeit - durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den Er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben seien nach der Hoffnung auf ewiges Leben.
Tit 3, 4-7 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Im Bad der heiligen Taufe hat uns Gott in Seinem Erbarmen Anteil gewährt an Seiner Menschenliebe, die in der Geburt des Heilands erschienen ist. Durch sie werden wir gewandelt und erneuert, daß wir das wahre Leben erlangen. (Spieker [5],  S.  23)

Evangelium

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen. Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht. Er kam in Sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele Ihn aber aufnahmen, denen gab Er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an Seinen Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen Seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
[Von Seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.]
Joh 1, 1-5.9-14 (16-18) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Hinter der zeitlichen Geburt des Heilandes in unser Fleisch und Blut steht die ewige Geburt des Sohnes aus dem Vater. Meister Eckhart spricht von dem »ersten Ausbruch des Sohnes aus dem Vater«. Dieser ist so gewaltig, daß, wenn es tausend weitere Welten und mehr gäbe, die Wirkungsmacht des »ersten Ausbruchs« noch viel weiter reichte. So gibt uns Meister Eckhart eine Vorstellung von der Wirkungsmacht des göttlichen Wortes, von dem alle Dinge ihr Wesen haben, bis zuletzt, an der Wende der Zeiten, dieses göttliche Wort Gestalt annahm in Jesus Christus, fortwirkend in alle Ewigkeit. (Spieker [5], S. 24)

Abend

Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat. Nicht als Befehl sage ich das; sondern weil andere so eifrig sind, prüfe ich auch eure Liebe, ob sie echt sei. Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl Er reich ist, wurde Er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch Seine Armut reich würdet.
2. Kor 8, 7-9 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

CHRISTFEST II

Der Sohn Davids

 

26. Dezember

Lied

 

Zu Bethlehem geboren (EG 32)
Kommt und lasst uns Christus ehren (EG 39)


Alttestamentliche Lesung

{Und} der HERR redete abermals zu Ahas und sprach: Fordere dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, es sei drunten in der Tiefe oder droben in der Höhe! Aber Ahas sprach: Ich will's nicht fordern, damit ich den HERRN nicht versuche. Da sprach Jesaja: Wohlan, so hört, ihr vom Hause David: Ist's euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen? Darum wird euch der HERRselbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.
Jes 7, 10-14 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Wort des Propheten, gesprochen in einer bestimmten Stunde menschlicher Not, wird durch Gottes Fügung zur Ankündigung der Geburt Christi, des wahren "Immanuel", in welchem Gott sich mit unserm Fleisch und Blut verbindet. (Spieker [5], S. 17)

Epistel

Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat Er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den Er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den Er auch die Welten gemacht hat. Er ist der Abglanz Seiner Herrlichkeit und das Ebenbild Seines Wesens und trägt alle Dinge mit Seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den Er ererbt hat, höher ist als ihr Name.
[Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt: »Du bist Mein Sohn, heute habe Ich Dich gezeugt«? Und wiederum: »Ich werde Sein Vater sein und Er wird Mein Sohn sein«? Und abermals, wenn Er den Erstgeborenen einführt in die Welt, spricht Er: »Und es sollen Ihn alle Engel Gottes anbeten.« Von den Engeln spricht Er zwar: »Er macht seine Engel zu Winden und Seine Diener zu Feuerflammen«, aber von dem Sohn: »Gott, Dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter Deines Reiches. Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat Dich, o Gott, Dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen Deiner Gefährten.« Und: »Du, Herr, hast am Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, Du aber bleibst. Und sie werden alle veralten wie ein Gewand; und wie einen Mantel wirst Du sie zusammenrollen, wie ein Gewand werden sie gewechselt werden. Du aber bist derselbe, und Deine Jahre werden nicht aufhören.« Zu welchem Engel aber hat Er jemals gesagt: »Setze Dich zu Meiner Rechten, bis Ich Deine Feinde zum Schemel unter Deine Füße lege«? Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?]
Hebr 1, 1-4 (5-14) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

In Christus ist die göttliche Herrlichkeit selber erschienen, in Ihm liegt ein getreuer Siegelabdruck des göttlichen Wesens vor uns. Die Engel wechseln ihre Gestalt, je nach ihrem Auftrag. Sie sind Flamme, Stimme oder Gesicht, Geistesmächte, aber für uns nicht personenhaft zu fassen. Christus aber ist der von Ewigkeit her Geborene. Er kommt unmittelbar aus dem Herzen Gottes und ist doch als ganz bestimmte Person mit Fleisch und Blut unter uns erschienen. (Spieker [5], S. 24)

Evangelium

Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, Seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist. Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen. Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn Er wird Sein Volk retten von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab Ihm den Namen Jesus.
Matth 1, 18-25 Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Abend

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat Ihn nicht erkannt. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir Ihm gleich sein; denn wir werden Ihn sehen, wie Er ist.
[Und jeder, der solche Hoffnung auf Ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. Und ihr wisst, dass Er erschienen ist, damit Er die Sünden wegnehme, und in Ihm ist keine Sünde.]
1. Joh 3, 1-2 (3-5) Lutherbibel 2017 © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

ERZMÄRTYRER STEPHANUS


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 19-04-30
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